Gesamtprozess

Das Patrick-Henry-Village – Eine stadtplanerische Herausforderung
Das Patrick-Henry-Village ist eine herausfordernde, planerische Aufgabe: Die Fläche ist mit knapp 100 Hektar fast so groß wie die Heidelberger Altstadt und größer als die anderen Konversionsflächen. Die Insellage des PHV erfordert intelligente Zukunftskonzepte in Sachen Mobilität, Städtebau und Freiraumentwicklung. Isoliert gelegen, ergeben sich keine naheliegenden Nutzungen. Bei diesen Gegebenheiten bedarf es einer besonderen Vorbereitung für die weitere Planung – damit beschäftigen sich nun für die IBA Heidelberg fünf international arbeitende Städtebaubüros.

Wie soll das Patrick-Henry-Village künftig aussehen?
Um die Stadt Heidelberg und die Stadtgesellschaft in die Lage zu versetzen, zukunftsweisende Entscheidungen für diese Fläche zu treffen, hat die IBA eine Prozessstruktur entwickelt, die sogenannte „Planungsphase Null“. Diese hat die Aufgabe, erst einmal grundlegende Fragestellungen zu formulieren und auf deren Basis Vorstellungen für das PHV zu entwickeln.

  • Wie können Wissenschaft und Wirtschaft sich im PHV gemeinsam verorten?
  • Wie sieht eine gute Verkehrsinfrastruktur in und um das PHV aus?
  • Wie bilden sich Kultur und Bildung in dem neuen Stadtteil ab?
  • Und welche Rolle spielen Natur und Landschaft in der „Wissensstadt von Morgen“?

Ziel: Entscheidungsfähigkeit fördern
Ziel der Planungsphase Null der IBA ist es, für das Patrick-Henry-Village bis Februar 2017 anhand von verschiedenen thematischen Szenarien gemeinsam mit der Heidelberger Stadtgesellschaft, Nachbarn des PHV und weltweit renommierten Städtebaubüros eine Entwicklungsvision im Sinne einer „Wissensstadt von Morgen“ zu erarbeiten, die die Entscheidungsfähigkeit von Stadt und Stadtgesellschaft für die Zukunft dieser herausfordernden Fläche fördert.

Internationale Städtebaubüros für Heidelberg
Mit Winy Maas (MVRDV) aus Rotterdam, Carlo Ratti (Carlo Ratti Associati) aus Turin, Markus Neppl (ASTOC) aus Köln, Herbert Dreiseitl (Ramboll Liveable Cities Lab) aus Überlingen mit Katrin Bohn (University of Brighton) aus London und Kees Christiaanse (KCAP) aus Zürich konnte die IBA sowohl junge als auch etablierte, lokale als auch internationale Städtebaubüros für die Erarbeitung einer Entwicklungsvision für die Konversionsfläche gewinnen. Die vier erstgenannten Büros werden je ein Szenario für die Fläche entwerfen, das auf eines der IBA-Themenfelder eingeht. Kees Christiaanse (KCAP) wird im Februar 2017 die darauf aufbauende Entwicklungsvision für die Fläche präsentieren. Auf deren Basis können die politischen Gremien die zukünftige Entwicklung der Fläche festlegen.

Bürgerforen bieten Raum für Fragen und Anregungen
Im Rahmen der „Planungsphase Null“ wird ein Bürgerbeteiligungsverfahren im Sinne der Heidelberger Leitlinien für mitgestaltende Bürgerbeteiligung durchgeführt: An vier Terminen sind die Heidelbergerinnen und Heidelberger zu öffentlichen Foren eingeladen, bei denen sie die Gelegenheit haben, sich in die „Planungsphase Null“ mit ihren Ideen und Impulsen einzubringen, grundlegende Fragestellungen aufzuwerfen sowie die skizzierten Bilder der Planungsteams zu kommentieren und zu diskutieren. Zu jedem Bürgerforum werden die verantwortlichen Städtebauteams anwesend sein und ihre thematischen Szenarien präsentieren. Auch Bürgerinnen und Bürger aus den umliegenden Gemeinden sind hierzu herzlich eingeladen sich einzubringen.

Besonders die Jugendlichen sind gefragt
Auch Jugendliche wird die IBA als zukünftige Nutzer besonders ansprechen: Die Digital Design Unit der TU Darmstadt entwickelt daher derzeit ein Computerspiel, in Anlehnung an das Strategie-Spiel Minecraft, bei dem Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Bausteinen ihren neuen, fiktiven Stadtteil entwickeln können. Das Spiel IBA_GAME | 20.000 Blocks wird realisiert mit freundlicher Unterstützung von Eternit.

Projektverlauf

29.03.2017 | Viertes Bürgerforum Patrick-Henry-Village

Die visionären Ansätze der Büros MVRDV (NL), Carlo Ratti Associati (IT), ASTOC (DE), Ramboll Liveable Cities Lab (DE) und der University of Brighton (UK) haben KCAP Architects&Planners zu einer Entwicklungsvision zusammengeführt, die Kees Christiaanse am 29. März 2017 im Hermann-Maas-Haus in Heidelberg-Kirchheim an einem begehbaren Modell vorstellte. Rund 300 Interessierte kamen, um das Modell zu sehen und ihre Kommentare einzubringen. Die präsentierte Vision des PHV wird nun Grundlage eines intensiven Abstimmungsprozesses sein. Mehr Informationen

15.12.2016 | Drittes Bürgerforum Patrick-Henry-Village

Am Donnerstag, 15. Dezember 2016, konnte man in Heidelberg die weitere Zwischenergebnisse hin zur Entwicklungsvision PHV erleben: Markus Neppl (ASTOC Architects and Planners) sowie Herbert Dreiseitl (Ramboll Liveable Cities Lab) mit Katrin Bohn (University of Brighton) stellten ihre Szenarien bei dem dritten PHV-Bürgerforum der Öffentlichkeit vor. Von freien urbanen Experimentierzonen über Lernräume als neue Stadtteilzentren bis hin zu ansprechend gestalteten, Lebensmittel produzierenden und wasserreinigenden Freiräumen reichten die Vorschläge. Mehr Informationen

23.09.2016 | Zweites Bürgerforum Patrick-Henry-Village

Am Freitag, den 23. September 2016 stellten die Büros MVRDV und Carlo Ratti Associati die ersten beiden Szenarien für die Konversionsfläche Patrick-Henry-Village im Kreativwirtschaftszentrum Dezernat 16 in Heidelberg vor. Die Szenarien zeichnen mögliche Zukünfte für die Fläche – zum einen durch die Fortschreibung vorhandener Trends, zum anderen indem sie bisher unbekannte Entwicklungspfade beschreiten.
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26.07.2016 | Workshop mit Markus Neppl: Wie lassen sich Lernräume im PHV nachhaltig gestalten?

Bildung und Lernräume – zentrale Themen, wenn es um die Gestaltung eines neuen und innovativen Stadtteils geht. Der Städteplaner Markus Neppl stellte sich und seine Arbeit im Rahmen eines Werkberichtes sowie seine Rolle als Verantwortlicher für das Szenario Bildungs- und Lernräume am 26. Juli in der Chapel der Heidelberger Südstadt vor. Mehr Informationen

30.06.2016 | Workshop mit Carlo Ratti: Wie sieht eine gute Vernetzung in und um das PHV aus?

Am Donnerstag, den 30. Juni 2016, fiel der Startschuss für Carlo Ratti und sein Team aus Turin, für die ehemalige US-Fläche Patrick-Henry-Village (PHV) in Heidelberg ein mögliches Zukunftsszenario zum Themenbereich „Vernetzung und Infrastruktur“ zu entwickeln. Carlo Rattis Vortrag in der Chapel in Heidelbergs Südstadt vor rund 120 Interessierten bildete den öffentlichen Auftakt seiner Tätigkeit in Heidelberg. Eine Workshopgruppe aus über 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland kam am 30. Juni 2016 in Heidelberg zusammen, um gemeinsam mit Carlo Ratti und Projektleiterin Emma Greer erste Ideen für das PHV zum Thema „Vernetzung und Infrastruktur“ zu entwickeln.
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14.06.2016 | Workshop mit Winy Maas: Wie verorten wir Wirtschaft und Wissenschaft im PHV?

Um innovative Entwicklungsideen für das Heidelberger Patrick-Henry-Village zu entwerfen, hat die IBA insgesamt fünf renommierte Städtebaubüros gewinnen können, die gemeinsam mit der Heidelberger Stadtgesellschaft thematische Szenarien für das PHV erarbeiten – so auch Winy Maas von MVRDV aus Rotterdam, der für den Themenkomplex „Wissenschaft und Wirtschaft“ verantwortlich ist. Am Dienstag, den 14. Juni 2016, hielt Winy Maas zum Auftakt seiner Arbeit in Heidelberg einen Fachvortrag in der Chapel in der Südstadt und stellte rund 100 Interessierten seine internationalen Projekte in den Bereichen Forschung, Stadtplanung und Architektur vor.
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31.05.2016 | Erstes Bürgerforum mit Kees Christiaanse – Wie wird das PHV zur "Wissensstadt von Morgen"?

Rege Beteiligung gab es beim ersten Bürgerforum der IBA Heidelberg zum Patrick-Henry-Village, Heidelbergs größter Konversionsfläche: Rund 150 Interessierte kamen am Dienstag, 31. Mai 2016, ins Dezernat 16 in Heidelberg, um den Vortrag des Städtebauexperten Kees Christiaanse aus Rotterdam zu hören und erste Fragestellungen und Anmerkungen im Rahmen der Planungsphase Null zum ehemaligen Patrick-Henry-Village einzubringen.
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20.04.2016 | Vorstellung des geplanten Prozesses vor städtischen Gremien

Am 20. April 2016 stellte die IBA das geplante Verfahren sowie die involvierten Planungs- und Architekturbüros im Konversionsausschuss vor. Am 28. April 2016 stimmte der Heidelberger Gemeinderat dem vorgeschlagenen Konzept der IBA mit großer Mehrheit zu.

29.01.2016 | Gemeinderatsbeschluss: IBA bekommt Federführung für „Phase Null“ auf dem PHV

Am 29. Januar 2016 beschloss der Heidelberger Gemeinderat, dass die Internationale Bauausstellung die Federführung in der Planung der „Phase Null“ in der Konversionsfläche Patrick-Henry-Village (PHV) übernehmen soll. Der OB sprach sich darin für einen Masterplan für die Konversionsfläche Patrick-Henry-Village (PHV) aus, dort soll unter Federführung der IBA ein “Stadtteil der digitalen Zukunft” geplant werden. Das ist ein Schlüsselprojekt der IBA und ein Stadtentwicklungsprojekt von internationaler Bedeutung.