#006 exPRO 3 – Bildung, Lernen und Arbeiten in Zwischenräumen

2_LERNRÄUMEPROJEKTAuf der Karte anzeigen

Ein Gramm Praxis wiegt mehr als eine Tonne Theorie

Viele junge Menschen lernen anders als die Schule es vorsieht. Für diese Jugendlichen bietet der Verein WERKstattSCHULE e. V. schon heute zwischen den Stadtteilen Wieblingen und Pfaffengrund im Gebäude des ehemaligen Bahnbetriebswerks praktische, handwerkliche Lernprojekte an. Mit der IBA arbeitet das erfolgreiche Projekt außerschulischer Bildung nun unter dem Namen „exPRO 3“ daran, sich räumlich und inhaltlich zu erweitern.

Interkulturell und kreativ – außerhalb der Schule

exPRO 3 – das Kürzel steht für externe, außerschulische BildungsPROjekte und Lernorte. Abseits des regulären Schulbetriebs sollen in dem denkmalgeschützten Industriegebäude durch handwerkliche und künstlerische Projekte neue Formen der Inklusion ermöglicht werden. In Bauhütten, interkulturellen Werkstätten oder internationalen Austauschprojekten fördert exPRO Jugendliche ganz unterschiedlicher sozialer und schulischer Milieus. Die Wissensvermittlung wird dabei um die kreative Dimension des Handwerks ergänzt.

Areal gestalten, Stadtteile verbinden

Bis zum Baubeginn der Bahnstadt 2010 lag das Gebäude von exPRO 3 in Heidelberg-Wieblingen kaum sichtbar zwischen Bahngleisen und Böschungen. Dies soll sich nun mit der IBA ändern.
Mit dem Um- und Ausbau des historischen Industriebaus wird ein experimenteller und exzellenter außerschulischer Bildungsort entstehen. Neue Lernräume für handwerkliche und gestalterische Bildung und Begegnung und ein innovativ gestalteter Außenraum sind in Planung. Das Gelände soll mit der IBA auch den städtebaulichen Zwischenraum aufwerten: neben Großmärkten, Industrie, ehemaliger Arbeitersiedlung und neuer Bahnstadt entsteht mit dem Projekt „exPRO 3“ ein identitätsstiftender Ort der Begegnung.

Sichtbarer Beitrag zur kreativen Stadt

Mit dem exPRO 3 soll ein Begegnungsort für Bildung der anderen Art für ganz Heidelberg entstehen. Dazu Undine Giseke, Landschaftsarchitektin und Professorin an der TU Berlin und Vorsitzende des IBA-Kuratoriums: „Handwerkliche Bildung durch Praxis wird mit diesem Projekt stadträumlich und thematisch zum sichtbaren Kreativbaustein für alle in der Wissensgesellschaft.“

MEHR ZUM PROJEKT

12.11.2016 | IBA@WORK: Spatenstich und öffentliche Baustellentour

Für alle, die die IBA und ihre Projekte besser kennenlernen möchten, wurde die Veranstaltungsreihe IBA@WORK entworfen: Die IBA_PROJEKTE öffnen ihre Türen für die Öffentlichkeit.
So lud auch das IBA_PROJEKT exPRO 3 am 12. November 2016 zum offiziellen Spatenstich und zu einer Baustellentour in den Einrichtungen der WERKstattSCHULE e. V. – denn das Gebäude soll in Kooperation mit der IBA um- und ausgebaut werden. Und es ging ans Handwerk: Gemeinsam mit Experten konnten die Besucher vor Ort praktische und schöne Handwerksgegenstände erstellen, die exemplarisch für das pädagogische Konzept des IBA_PROJEKTES exPRO 3 stehen. Mit dabei war auch der Vorstand des Projektes, Lothar Binding, Mitglied des Deutschen Bundestages.

27.07.2016 | exPRO 3 sucht Unterstützer!

Damit Ideen wachsen, Konzepte entstehen und spannende, sinnvolle Projekte das Licht der Welt erblicken und die Ziele des WERKstattSCHULE e. V. umgesetzt werden können benötigt das IBA_PROJEKT vielfältige Unterstützung: Netzwerke, Engagement und inhaltliche Unterstützung sind nur ein Teil davon. Aktuell ist die Anzahl der Vereinsmitglieder des WERKstattSCHULE e. V. noch bescheiden. Der Verein freut sich deshalb über neue Mitglieder.
Die finanzielle Unterstützung ist aber genauso wichtig. Wenn Sie Interesse haben, den Um- und Ausbau der Gebäude oder Freiflächen zu unterstützen, können Sie hier die Broschüre downloaden oder Dr. Morticia Zschiesche unter m.zschiesche(at)iba.heidelberg.de kontaktieren.

10.09.2015 | „exPRO 3“ startet Handwerksprojekt mit Flüchtlingen

Ihr Fachwissen rund um handwerkliche Bildung nutzte IBA_KANDIDAT “exPRO 3” für eine lang gehegte Idee: Auf der Konversionsfläche der Patton Barracks starteten sie gemeinsam mit Flüchtlingen eine handwerkliche Aktion. Es entstanden Kunstwerke, Sitzgelegenheiten, ein Lehmofen und ein improvisiertes Fitnessgerät. Viele der Flüchtlinge sind gelernte Handwerker und waren mit Begeisterung dabei. Und das Engagement der Projektträger geht weiter: Am 2. Oktober präsentieren sie im Landfriedkomplex gemeinsam mit dem Interkulturellen Zentrum eine Welcome Wall, die über den Sommer hinweg von den Flüchtlingen in der Notunterkunft gestaltet wurde.

16.07.2015 | „exPRO“ wird IBA_PROJEKT

exPRO 3 wurde in der Aufsichtsratssitzung im Juni 2015 zum IBA_PROJEKT gekürt. Gemeinsam mit dem IBA-Büro hatte der Kandidat über ein Jahr lang an seinen Ideen gefeilt: In Fachgesprächen mit Experten unterschiedlicher Disziplinen, durch Workshops und Entwurfswerkstätten, hat der Projektträger seine Konzepte weiterentwickelt. Nun entschied der Aufsichtsrat der IBA Heidelberg: Die finanziellen, organisatorischen und inhaltlichen Grundlagen dieses Kandidaten sind so ausgereift, dass gemeinsam die nächsten Schritte zum Bauprojekt gegangen werden können.

12.08.2015 | Konzept zur Freiraumplanung mit Treibhaus Landschaftsarchitektur aus Hamburg

Für die Ausarbeitung eines schlüssigen Freiraumkonzeptes konnte mithilfe der IBA das Büro Treibhaus Landschaftsarchitektur aus Hamburg beauftragt werden. In drei gemeinsamen Planungswerkstätten wurde intensiv an Ideen für den Freiraum rund um die WERKstattSCHULE gearbeitet. Im Winter 2015 wird das lange mit dem Projekt verbundene Büro Barthel Architekten aus Mannheim auf Grundlage der Workshopergebnisse einen genehmigungsfähigen Plan für das Haus und den Freiraum erstellen.

09.02.2015 | Workshop zum Thema „Architektur und Freiraum“

Am 9.2.2015 fand der zweite Workshop für den Kandidaten “exPRO 3” statt. Zum Thema „Architektur und Landschaftsarchitektur“ diskutierten mit den Projektträgern und der IBA:
Gerhard Kalhöfer, kalhöfer + korschildgen, Köln
Lukasz Lendzinski und Peter Weigand, Studio Umschichten, Stuttgart
Marianne Mommsen, relaisLA, Stuttgart
Gerko Schröder, TH Treibhaus Landschaftsarchitektur, Berlin
Annette und Wolfgang Barthel, Barthel Architekten, Mannheim

24.11.2014 | Beispiel Hamburg?

An IBA Projekte wird ein hoher Maßstab angelegt: Sie müssen inhaltlich richtungsweisend in Bezug auf die IBA-Themen und Ziele sein. Daher lud die IBA am 24.11.2014 zum ersten gemeinsamen Workshop mit dem Kandidaten „exPRO 3“. Ähnliche Projekte aus Hamburg stellten sich in Heidelberg vor. Jürgen Hensen von Get the kick e.V. /die Mügge sprach über den Verein und sein Ziel, gewaltpräventive Jugendprojekte in den Bereichen Sport und Kultur durchzuführen. Das bauliche Herz des Projektes ist die „mügge“, eine Bootsbauwerkstatt, in der sich Jugendliche und junge Erwachsene in handwerklichen Qualifikationsmaßnahmen auf die Zukunft vorbereiten. Der Bildungsexperte Reinhard Kahl vom Archiv der Zukunft aus Hamburg gab dem Kandidaten exPRO wichtige Tipps rund um das Thema Lernen und pädagogische Praxis mit auf den Weg.

Eckdaten

Partner

Sie wollen dieses Projekt auch unterstützen?
Jetzt Partner werden!

Download