#016 Kollaborator

Wohnen/ArbeitenKANDIDAT

Forum für Baukultur in Heidelberg

Könnte sich eine ehemalige US-Kirche im Mark-Twain-Village in ein aktives Forum für Baukultur in Heidelberg verwandeln? Ein öffentlicher Ort, an dem der Diskurs über gutes Bauen in der Stadt zusammen mit der Zivilgesellschaft vorangetrieben wird? Das will der Kandidat “Kollaborator” gemeinsam mit der IBA herausfinden.

Zentraler Ort des Austausches im Stadtteil

Mit dem “Kollaborator” soll ein zentraler, öffentlicher Ort des Austausches zur Förderung von Bau-, Prozess-, Kommunikations- und Stadtteilkultur geschaffen werden. Denn die Gestaltung der gebauten Umwelt ist nicht nur die Angelegenheit Einzelner! Akteure aus Bürgerschaft, Architektur, Design, Wirtschaft, Politik und Verwaltung sollen zum Diskurs in die Räumlichkeiten der denkmalgeschützten Chapel auf der Konversionsfläche in der Südstadt eingeladen werden. Unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten für Büros und zum öffentlichen Gebrauch sollen zudem in das Konzept integriert werden. Damit entsteht ein wichtiger Baustein der soziokulturellen Nutzung für eine neu zu schaffende Stadtteilmitte im Süden von Heidelberg, mit dem bürgerschaftliches Engagement auf breiter Basis generiert und gefördert wird.

Ehemalige Kirche bietet ansprechende Infrastruktur

Der einstige Kirchenraum im Obergeschoss, ein kleinerer Versammlungsort im Untergeschoss sowie diverse Räume der denkmalgerecht zu sanierenden Chapel bieten eine ansprechende Infrastruktur für Ausstellungen, Bürgerforen, Stadtteilgespräche, Symposien und Workshops. Ergänzend dazu sind Publikationen, Fortbildungen und Beratungsangebote geplant, die sowohl stadtweite wie auch stadtteilspezifische Themen der Stadtplanung und Architektur, des Designs und des Stadtteilmanagements aufnehmen. Eine kollaborative Trägergemeinschaft garantiert eine ganzjährige Bespielung des Ortes.

MEHR ZUM PROJEKT

01./02.07.2016 | Kollaborator bei Werkstatt der Montag Stiftung Urbane Räume in München

Nachbarschaftsinitiativen, so unterschiedlich sie auch sind, kommen im Laufe ihrer Arbeit immer wieder an ähnliche Punkte und Fragestellungen: Wie kommuniziere ich meine Idee in die Verwaltung und in die Öffentlichkeit? Welche Förderung können wir nutzen, ohne unsere Ideale zu verraten? Was ist die richtige Organisationsform für das Vorhaben?

Die Montag Stiftung Urbane Räume möchte helfen, diese (und andere) Fragen zu beantworten: Seit Anfang 2014 hat deren Veranstaltungsreihe “Werkstatt” für Initiativen aus dem Bereich Immovielien bereits vier Mal stattgefunden. Immer mit unterschiedlichen Partnern und an unterschiedlichen Orten: in Hannover, Bonn, Mönchengladbach und Frankfurt am Main.

Auch mit dem IBA-Kandidaten “Kollaborator” aus Heidelberg: Am 01. und 02. Juli 2016 nahm das Projektteam in München mit zahlreichen anderen Initiativen aus ganz Deutschland an dem Training der Montag Stiftung teil.

Abbildung: hauptwegnebenwege/js

08.06.2016 | Stadtgespräche BEWOHNEN

Das Wohnen hat sich eine gewisse Unabhängigkeit gegenüber der Architektur bewahrt. Die Ambitionen der Architekten sind nicht ganz unschuldig an einer problematischen Entwicklung. Es gibt innovative Ansätze, doch vor allem im gehobenen Marktsegment. So lauteten die ersten drei von insgesamt zwölf Thesen und Forderungen von Dr. Robert Kaltenbrunner, Leiter der Abteilung “Bau- und Wohnungswesen” vom BBSR. Diese trug er beim vierten Heidelberger Stadtgespräch mit dem Thema “BEWOHNEN” vor und diskutierte mit Heidelberger Akteuren. Bis zum 25. Juni 2016 war in der Chapel die Ausstellung “AFFORDABLE LIVING / BEZAHLBARES WOHNEN” zu sehen. Die Schau baute auf der von Klaus Dömer, Hans Drexler und Joachim Schultz-Granberg herausgegeben Publikation “Affordable Living – Housing for everyone” (2014 im Jovis-Verlag erschienen) auf.

02./03.04.2016 | Workshop diskutierte die Chancen der Zwischennutzung der denkmalgeschützen US-Kapelle

Die ehemalige US-Chapel in Heidelbergs Südstadt wurde 1951 von der US Army gebaut und steht mittlerweile unter Denkmalschutz. Welche gestalterischen Möglichkeiten gibt es, die einen respektvollen Umgang mit dem Gebäude ermöglichen? Wie lässt sich aber auch der Aufbruch in der Südstadt und die Transformation einer Kirche zu einem Bürgerzentrum darstellen?

Zwei Workshopteams aus Architekt_innen und Vertretern_innen vom Stadtteilverein Südstadt, formAD, effata, Caritas erarbeiteten am 02. und 03. April 2016 erste Konzepte für einen möglichen Umbau und die Neugestaltung der denkmalgeschützten Kapelle.

Die vier Akteure, der Stadtteilverein Südstadt, formAD e. V., effata und Caritas, die derzeit einen Trägerverein gründen, haben neben gestalterischen auch programmatische Schwerpunkte diskutiert: Da jeder der Akteure eigene Veranstaltungsformate und somit unterschiedliche Bedarfe an den neu entstehenden Raum hat, muss sich dies in dessen Gestaltung widerspiegeln. Außerdem stellten sich die Teilnehmer_innen die Frage, wie der Raum auf parallel laufende Veranstaltungen reagieren kann und wie sich eine gute Zugänglichkeit und Barrierefreiheit gewährleisten lässt – das Ganze in einem wirtschaftlich vertretbaren Rahmen.

Welche Adresse wird die Chapel in Zukunft haben? Richtet sie sich stärker zu seinen nördlichen Nachbarn? Wie kann der Freiraum rund um die Chapel für die Bevölkerung nutzbar gemacht werden? Auch das Thema Außenraum spielte eine wichtige Rolle in den Überlegungen der Teilnehmer_innen, denn das Bürgerzentrum in der Chapel soll, gerade wegen seines kollaborativen Konzepts, einen wesentlichen Baustein der neuen Stadtteilmitte der Südstadt bilden.

11.11.2015 | Stadtgespräche FREIRÄUMEN

Wie spiegelt sich eine Stadt- und Landschaftsidee Heidelbergs in den “FREIRÄUMEN” der Stadt wider? Welche Strategien werden verfolgt und welche ökonomischen Potenziale bergen sie? Muss man Orte und Strukturen in unserer Stadt erst “FREIRÄUMEN”, um mehr qualitätvolle Freiräume zu schaffen, auch im Denken? Diese und andere Fragen diskutierten beim 3. Heidelberger Stadtgespräch Dr. Ursula Baus von frei04 publizistik aus Stuttgart, Landschaftsarchitektin Sigrun Langner von der Bauhaus Universität Weimar, Ernst Baader vom Landschaftsamt der Stadt Heidelberg sowie Pascal Baumgärtner vom WilliBender-Projekt aus Heidelberg: Gemeinsam mit der IBA lud der Verein formAD e. V. am Mittwoch, dem 11. November 2015, in die Chapel in der Südstadt ein.
Zur Veranstaltung

06.07.2015 | Vorbild Oldenburg?

Das bau_werk in Oldenburg ist ein vitales Forum für die breite Öffentlichkeit, das regionale Impulse für die Baukultur setzt und Oldenburgs Rolle als Kreativzentrum im Nordwesten stärkt. Am Montag, dem 06. Juli 2015, kam der Vorsitzende vom bau_werk, Dr. Frank Pantel, auf Einladung der IBA nach Heidelberg. Im Café “Leitstelle” (Dezernat 16) stellte er das Forum in all seinen Facetten vor: Er sprach über die Entstehungsgeschichte und die Beteiligten, über die Programmgestaltung und die Alltagserfahrungen. Pantel beriet den IBA_KANDIDATEN außerdem in der Konzeption eines solchen öffentlichen Ortes für Baukultur in den Heidelberger Konversionsflächen.

23.06.2015 | Stadtgespräche WACHSEN

Am 23. Juni 2015 wurde in der Chapel des Mark-Twain-Village über Wachstum gesprochen – über räumliches, inhaltliches, qualitatives und quantitatives Wachstum in Bezug auf die Stadtentwicklung Heidelbergs. Ursula Baus von frei 04 publizistik zitierte dazu verschiedene Heidelberger Persönlichkeiten aus Stadtplanung, Immobilienwelt, Forschung und Kultur. In kurzen Statements beleuchtete sie deren Sicht auf das Wachstum Heidelbergs. Stadtplaner Nikolas Lebunetel berichtete von seinen Erfahrungen aus der Heidelberger Partnerstadt Montpellier, wo seit den 1970er-Jahren ganze Stadtteile neu gebaut und angegliedert wurden. Der Abschluss: Eine Podiumsdiskussion mit Dekanin Dr. Marlene Schwöbel-Hug, Leiterin des Stadtplanungsamtes Annette Friedrich und Wirtschafts- und Sozialgeograf Prof. Dr. Peter Meusburger.
Zur Veranstaltung

25.11.2014 | Stadtgespräche ANKOMMEN

Die Qualität des öffentlichen Raumes ist in der Verantwortung jedes Einzelnen – fehlende Sensibilität und der Mangel an Strategien und Visionen verhindern jedoch häufig, dass sich Potenziale entwickeln können. Mit den Heidelberger Stadtgesprächen soll der Diskurs über Themen der Stadtentwicklung angestoßen und Baukultur vor Ort gefördert werden. Im Fokus der ersten Veranstaltung standen die Stadteingänge. Wie empfängt die Stadt den Besucher und auch den Einheimischen? Nach Vorstellung beispielhafter Entwicklungen und Planungen aus Groningen (Niederlande) wurde der Blick auf Heidelberg gerichtet und Potentiale des Stadtraumes und der Stadtgesellschaft diskutiert. Dabei sprach Dr. Ursula Baus von frei04 publizistik aus Stuttgart mit dem Stadtplaner Martin van Wijck aus Groningen, der Autorin und Leiterin des IZ Heidelberg Jagoda Marinić sowie dem Landschaftsarchitekten Stephan Lenzen aus Bonn.
Zur Veranstaltung

Eckdaten

Partner

Sie wollen dieses Projekt auch unterstützen?
Jetzt Partner werden!

Download