#036 Erweiterung des Museums Sammlung Prinzhorn

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Kultur bildet

Eine weltweit einzigartige Sammlung soll mit der IBA eine baulich spannende Form finden: Mitten in Bergheim befindet sich das 2001 eröffnete Haus der Sammlung Prinzhorn. Sie besteht aus ungewöhnlicher Kunst von Menschen mit psychischen Ausnahme-Erfahrungen. Das international hohe Ansehen des Fundus soll unter Mitwirkung der IBA nun eine räumliche Entsprechung erhalten: Das angrenzende Bestandsgebäude soll innovativ umgebaut werden, um die Potenziale dieser Kunst vor Ort und international zur Geltung zu bringen.

Einzigartige Sammlung mit zu wenig Raum

Die Sammlung Prinzhorn wurde begründet mit künstlerischen Werken, die zwischen 1880 und 1920 in psychiatrischen Anstalten des deutschsprachigen Raums entstanden sind. Als stetig wachsende Sammlung so genannter „outsider art“ genießt sie international hohes Ansehen. Das Museum möchte mit einer räumlichen Erweiterung seine Funktion als transdisziplinäre Wissensplattform stärken und seine über 24000 Werke, Ausstellungen und Programme einer größeren Nutzergruppe zugänglich machen. Die enge Zusammenarbeit mit der benachbarten Psychiatrie bleibt dabei erhalten, ihre Außendarstellung wird erhöht.

Bibliothek, Ateliers und Café sollen das Haus ergänzen

Durch die Erweiterung des Hauses sollen den Werken, der Bibliothek und dem Shop mehr Raum gegeben werden. In einem offenen Atelier können sich Menschen mit Psychiatrie-Erfahrung künstlerisch entfalten. Die Wirkung und Kommunikation in den Stadtteil Bergheim hinein wird durch neue Angebote wie einen Seminar-, Medien- und Vortragsraum, ein graphisches Kabinett und ein Café mit Terrassennutzung verbessert.

Brücken in die Zukunft

Volker Staab, Architekt und Professor an der TU Braunschweig, IBA-Kuratorium: „Ich bin begeistert von den Potenzialen, die in der räumlichen und programmatischen Erweiterung dieses außergewöhnlichen Kunstortes stecken, dessen Brücken in die Gegenwart und Zukunft eine offene Gesellschaft dringend braucht.

MEHR ZUM PROJEKT

01.06.2017 | Neue Klimaanlage für die Sammlung Prinzhorn und Beginn der räumlichen Erweiterung

Die Sammlung Prinzhorn erhält mit Unterstützung des Landes Bades-Württemberg eine neue Klimaanlage. Der Einbau der neuen Klimaanlage ist Grundlage für die Vergrößerung der Ausstellungsfläche. Damit können permanente Präsentationen von Klassikern der Sammlung Prinzhorn geplant werden. Mit dem ersten Schritt der Erweiterung in die derzeitigen Büroräume hinein werden nun ca. 90qm hinzukommen. Die Büros sollen in den angrenzenden Erweiterungsbau ausgelagert werden. Die Stadt Heidelberg hat dafür in ihren Haushalt bereits 30.000 Euro Unterhaltskosten eingestellt.

12.04.2017 | Ministerin Theresia Bauer und Staatsekretärin Petra Olschowski beeindruckt von Sammlung Prinzhorn

Baden-Württembergs Kunst- und Wissenschaftsministerin Theresia Bauer und Staatssekretärin Petra Olschoswki besuchten die Ausstellung „Geistesfrische – Alfred Kubin und die Sammlung Prinzhorn“. Beide waren begeistert von der Kunst Psychiatrie-Erfahrener und würden es begrüßen, wenn die Sammlung künftig ganzjährig ohne Umbaupausen öffnen und eine Dauerausstellung präsentieren kann. Der Leiter der Sammlung, Thomas Röske, zeigte ihnen auf einem gemeinsamen Rundgang mit dem Vorstandsvorsitzenden des Klinikums, Prof. Dr. Guido Adler, der Ärztlichen Direktorin der Klinik für allgemeine Psychiatrie, Prof. Dr. Sabine Herpertz, und dem Kulturbürgermeister der Stadt Heidelberg, Dr. Joachim Gerner, neben dem Depot auch die engen Raumverhältnisse in der Restaurierung, bei der Bearbeitung von Neuerwerbungen und in den weiteren Büroräumen. Temporäres Schließen bei Ausstellungsumbauten, was auch Ministerin Bauer für einen „großen Nachteil“ hält, wäre mit der Erweiterung der Sammlungräume nicht mehr nötig. Gemeinsam mit Olschowski will Theresia Bauer den Prozess unterstützen.

05.01.2017 | Zusage Förderung durch die Stadt Heidelberg und Klinikum

Die Sammlung Prinzhorn ist in die institutionalisierte Förderung der Stadt mit 30.000 € jährlich (ab 2017) aufgenommen worden. Fünf Räume im Erweiterungsbau sind für den Umzug des Personals aus den Museumsräumen von der Universität und vom Klinikum bereit gestellt. Die Renovierungskosten für diese Räume werden aus den städtischen Mitteln bezahlt, das Klinikum hat die Renovierung der dann frei werdenden Räume für die Museumserweiterung zugesagt.

16.07.2015 | Sammlung Prinzhorn auf Partnersuche

Die Sammlung Prinzhorn ist auf Partnersuche! Und sie hat mit Dr. Eckart Würzner, Oberbürgermeister der Stadt Heidelberg einen wichtigen Fürsprecher: „Die Sammlung Prinzhorn ist neben Literatur und Tanz eines von drei Alleinstellungsmerkmalen der Stadt Heidelberg, über die wir uns zukünftig im Bereich der Kultur international stärker positionieren und profilieren möchten. Der Erweiterungsbau soll der Bedeutung der historischen Sammlung und des Museums als Forschungsstätte und Laboratorium für Forschung zu Themen der Outsider Art Rechnung tragen.“ Wenn Sie Interesse haben, die Erweiterung der Sammlung Prinzhorn zu unterstützen, können Sie hier die Broschüre downloaden oder Dr. Morticia Zschiesche unter m.zschiesche(at)iba.heidelberg.de kontaktieren.

16.07.2015 | Sammlung Prinzhorn wird IBA_PROJEKT

Die Sammlung Prinzhorn wurde in der Aufsichtsratssitzung im Juni 2015 zum IBA_PROJEKT gekürt. Gemeinsam mit dem IBA-Büro hatte der Kandidat über ein Jahr lang an seinen Ideen gefeilt: In Fachgesprächen mit Experten unterschiedlicher Disziplinen, durch Workshops und Entwurfswerkstätten, hat der Projektträger seine Konzepte konkretisiert. Nun entschied der Aufsichtsrat der IBA Heidelberg: Die finanziellen, organisatorischen und inhaltlichen Grundlagen dieses Kandidaten sind so ausgereift, dass gemeinsam die nächsten Schritte zum Bauprojekt gegangen werden können.

15.12.2014 | Gemeinsamer Workshop zum Gesamtkonzept

Neben zahlreichen Mitgliedern des Freundeskreis der Sammlung Prinzhorn, der IBA und der Stadt Heidelberg waren auswärtige Experten angereist, um den IBA_KANDIDATEN Prinzhorn mit Rat und Kritik weiter zu qualifizieren. Marie-Theres Deutsch, Architektin aus Frankfurt, Prof. Johann Feilacher, Leiter des Museum Gugging in Österreich, Christiane Hauß, Architektin aus Heidelberg, die die geplante Immobilie in einer Machbarkeitsstudie untersucht hatte und Prof. Claudia Nickel mit Studierenden der SRH Heidelberg arbeiteten einen Tag lang intensiv am inhaltlichen und räumlichen Konzept der Museumserweiterung.

Eckdaten

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