#071 Rad- und Fußgängerbrücke über den Neckar

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Ziele

Eine neue Brücke östlich des Wehrstegs soll zukünftig Radfahrern und Fußgängern eine attraktive Querung des Neckars ermöglichen und den Nutzern des Neuenheimer Feldes eine gute Anbindung für umweltfreundliche Mobilität bieten. Die Brücke wird die stark frequentierte Ernst-Walz-Brücke und die Mittermaierstraße entlasten und die dynamisch wachsenden Stadtteile im Süden Heidelbergs an das Neuenheimer Feld anbinden. Wohnen und Arbeiten sowie unterschiedliche Wissenschafts- und Forschungsstandorte in Heidelberg werden neu vernetzt. Die Brücke verlängert dabei die geplante Radschnellverbindung von Mannheim nach Heidelberg über den Neckar und den Autobahnzubringer. Gemeinsam mit der derzeit im Planfeststellungsverfahren befindlichen Gneisenaubrücke für den Rad- und Fußverkehr stellt sie eine Verknüpfung zur vorgesehenen Radschnellverbindung über das PHV nach Schwetzingen dar. Sie soll den abgängigen Steg über das Wehr mittelfristig als Fuß- und Radweg ersetzen. Es gilt dabei, stadträumlich nicht nur einen Ort der Passage, sondern auch einen Ort des Verweilens entstehen zu lassen.

Maßnahmen

Nach zahlreichen Voruntersuchungen zum alten Wehrsteg und zu möglichen Trassenführungen soll im anstehenden Planungsverfahren durch interdisziplinäre Zusammenarbeit von Tragwerksplanern, Architekten und Landschaftsarchitekten in einem internationalen Realisierungswettbewerb den Potenzialen und Herausforderungen des Standorts Rechnung getragen werden. Eine integrative Planungskultur wird bereits in der Vorbereitung des Wettbewerbs umgesetzt, bei der die beteiligten Verwaltungen und Ämter private und institutionelle Anrainer frühzeitig einbeziehen. Entstehen soll eine etwa sechs Meter breite Brücke, die innovative, baukonstruktive wie gestalterische Antworten auf die Integration von Verkehrsinfrastrukturen in den Stadt- und Landschaftsraum geben wird.

IBA-Potenzial:

Gesellschaftliche Relevanz durch eine umweltfreundliche und kontaktfreudige Mobilität, um den Vernetzungsanforderungen der durch Bahnstadt und Konversionsflächen expandierenden Stadt Heidelberg nachzukommen.

Überdurchschnittliche Kompetenz durch interdisziplinäre Planungsverfahren, einen internationalen Realisierungswettbewerb sowie die Einbeziehung von privaten wie wissenschaftlichen Anliegern zur kooperativen Weiterentwicklung der Wissensstadt.

Modellcharakter durch eine innovative Brückenlösung, die bei ihrer Planung in Koproduktion entsteht und dabei in baulicher Hinsicht Stadt und Landschaft gleichermaßen auf neuartige Weise integriert.

Strukturwirksamkeit durch die Verbesserung des Gefüges von Wegbeziehungen auch über Wasserstraßen hinaus und Aufwertung des nördlichen Neckarufers wie dem Gneisenauplatz.

Polyvalenz durch das Potenzial, vorgefundene und neu zu schaffende Wege einer neuen Kodierung zuzuführen und Funktionsüberlagerungen bei Infrastrukturprojekten zu erproben.

Eckdaten

  • Ort

    Neuenheim/Bergheim, Heidelberg

  • Projektträger

    Stadt Heidelberg

  • Ansprechpartner IBA

    Carl Zillich
    IBA Heidelberg GmbH
    +49.6221.6586.5013
    c.zillich(at)iba.heidelberg.de

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