Drittes Bürgerforum zum Patrick-Henry-Village

Markus Neppl, Herbert Dreiseitl und Katrin Bohn stellen mögliche Szenarien für das PHV vor / Bürger sind eingeladen, diese zu kommentieren

Donnerstag, 15.12.2016, 18.00 Uhr Präsentation der Szenarien
DEZERNAT 16 | Emil-Maier-Str. 16 | 69115 Heidelberg

Für die Heidelberger US-Konversionsfläche Patrick-Henry-Village (PHV) soll bis März 2017 eine Entwicklungsvision erarbeitet werden. Dazu hat die Internationale Bauausstellung „Wissen | schafft | Stadt“ eine Planungsphase Null aufgesetzt, in der internationale Städtebauer im Dialog mit lokalen Experten erste Szenarien für die Fläche entworfen haben. Die Szenarien zu den Themen „Lernräume“ und „Stoffkreisläufe“ werden nun beim dritten PHV-Bürgerforum am Donnerstag, 15. Dezember 2016, ab 18.00 Uhr im Dezernat 16 in Heidelberg öffentlich vorgestellt. Bürgern bietet sich die Gelegenheit, die vorgestellten Szenarien zu kommentieren, direkte Rückfragen an die Städtebaubüros zu stellen sowie Anregungen zu geben. Bereits im September wurden zwei Szenarien der Büros MVRDV und Carlo Ratti Associati vorgestellt, die auf reges Interesse stießen: In einem angeregtem Dialog mit den Planern diskutierten Bürgerinnen und Bürger die vorgestellten Szenarien zu Wissenschaft, Wirtschaft, Vernetzung und Wohnen.

Markus Neppl (ASTOC) präsentiert Szenario zum Thema „Lernräume und Wohnen“
Die räumlichen Qualitäten von Bildungs- und Kultureinrichtungen sowie die Lernräume des Alltags in einem Stadtteil haben Einfluss auf die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit von Heidelberg. Anspruchsvoll gestaltete Lernräume sind daher entscheidend für eine nachhaltige, sozial und demografisch ausgewogene Stadtentwicklung. Die IBA konnte für die Szenarienentwicklung zum Thema „Lernräume und Wohnen“ für das PHV Markus Neppl, Professor für Stadtquartiersplanung und Entwerfen am Karlsruher Institut für Technologie und Leiter des Büro ASTOC, gewinnen. Er stellt im Rahmen des dritten Bürgerforums sein Szenario vor; die Bürgerschaft hat auch bei diesem Bürgerforum die Möglichkeit, die erstellten Szenarien zu diskutieren sowie Markus Neppl im Gespräch Anregungen zu diesen zu geben.

Herbert Dreiseitl und Katrin Bohn stellen Szenario zu „Stoffkreisläufen und Wohnen“ vor
Stadt kann nicht ohne Landschaft gedacht werden: Ernährung, Wasserkreisläufe, Luftreinigung, Recycling von Stoffen – was kann das Patrick-Henry-Village als neuer Stadtteil in diesen Bereichen in Zukunft leisten? Wie wird das Quartier mit Wasser, Wärme und Strom versorgt? Welche Rolle spielen Klima und Natur im PHV? Und wo werden in dem Stadtteil Nahrungsmittel produziert? Mit dem Themenfeld „Urbane Stoffkreisläufe und Wohnen“ beschäftigen sich für das Patrick-Henry-Village Herbert Dreiseitl, Leiter des Ramboll Liveable Cities Lab, und Katrin Bohn von der University of Brighton. Beide werden am 15.12. ihr gemeinsam entwickeltes Szenario präsentieren und im Anschluss für Rückfragen zur Verfügung stehen.

Spielend Utopien für das neue Stadtquartier entwerfen
Ein zweites Mal lädt die IBA am 15.12 ab 17:30 Uhr gemeinsam mit der Digital Design Unit (DDU) der TU Darmstadt zum Spielen und Entwerfen ein: Das Computerspiel IBA_GAME | 20.000 Blocks ermöglicht den Spielern, ihre ganz eigenen Utopien für das neue Stadtquartier in Heidelberg zu entwerfen – ganz ohne Architekturvorkenntnisse, aber mit viel Fantasie. Das IBA_GAME basiert auf dem Spiel Minecraft, dem meistverkauftesten Computerspiel aller Zeiten. Es kann wieder während des ganzen Bürgerforums gespielt werden. Das Spiel stieß bereits auf reges Interesse; die besten Stadtentwürfe werden Städtebauer Kees Christiaanse als Inspiration mit auf den Weg gegeben und auch im März 2017 in einer öffentlichen Ausstellung beim vierten und letzten Bürgerforum gezeigt. Das IBA_GAME ist online jederzeit spielbar unter www.20000blocks.wordpress.com. Das IBA_GAME | 20.000 Blocks wird realisiert mit freundlicher Unterstützung von Eternit.

So geht es weiter
Aufbauend auf den vier Szenarien der Städtebauer Winy Maas (MVRDV) aus Rotterdam, Carlo Ratti (Carlo Ratti Associati) aus Turin, Markus Neppl (ASTOC) aus Köln und Herbert Dreiseitl (Ramboll Liveable Cities Lab) aus Überlingen mit Katrin Bohn (University of Brighton) aus London sowie den Kommentierungen aus der Bürgerbeteiligung und den Ergebnissen des IBA_GAME wird Städtebauer Kees Christiaanse eine Entwicklungsvision für die ehemalige US-Fläche erarbeiten. Diese präsentiert er beim vierten öffentlichen PHV-Bürgerforum am 29. März 2017 ab 18 Uhr.