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03.04.2016 | Von Kulturgüterschutz und nationaler Identität

Die kriegerische Zerstörung von bedeutenden Kunst- und Bauwerken ist nicht auf die großen Weltkriege des letzten Jahrhunderts begrenzt. Im Feldzug des sogenannten Islamischen Staates zeigte sie sich jüngst zum Jahresbeginn, als im Nordirak Kulturgüter aus altorientalischer Zeit medienwirksam vernichtet wurden.

Die Haager Konvention wurde von der UNESCO ins Leben gerufen ›in der Überzeugung, dass jede Schädigung von Kulturgut, gleichgültig welchem Volke es gehört, eine Schädigung des kulturellen Erbes der ganzen Menschheit bedeutet, weil jedes Volk seinen Beitrag zur Kultur der Welt leistet‹. Sie macht mit dieser Zielsetzung eine enge Verknüpfung von Kulturgut und nationaler Identität deutlich, die wir in einer interdisziplinären Gesprächsrunde vertiefen möchten. Prof. Dr. Sophie Lenski wird am 03. April 2016, um 16 Uhr in den Räumlichkeiten des Heidelberger Kunstvereins als Expertin für Fragen des Kulturgüterschutzes ihren Blick auf die juristische und gesellschaftspolitische Dimension des Themas mit uns teilen. Carl Zillich wird die Runde durch seine langjährige Praxis als Architekt, seine Forschungs- und Lehrtätigkeit bereichern.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf der Seite des Kunstvereins Heidelberg.