IBA_LOCAL 2015 – Preisverleihung

29.10.2015 | Dein Ort – Dein Blick

Wo sind für junge Menschen in Heidelberg die Orte des Wissens? Wo haben sie etwas Wichtiges für sich gelernt? Welche Orte inspirieren sie? Zur Beantwortung dieser Fragen hatte die IBA Heidelberg im Mai 2015 zu einem Ideenwettbewerb für Schüler und Studierende in der Stadt aufgerufen, für den jetzt die Entscheidung fiel.

Wissensorte der jungen Heidelberger waren vielfältig

„Dein Ort – dein Blick“ – unter diesem Motto waren jungen Menschen im Alter von 10 bis 30 Jahren von Mai bis September 2015 in Heidelberg aufgerufen, kreative Ideen zur Gestaltung ganz verschiedener Wissensorte in Heidelberg einzureichen: Ob eine neue Nutzung der Thingstätte als Lernort, schwimmende Hausboote als Lernräume auf dem Neckar oder digitale Schaukästen zur Wissensvermittlung am Bismarckplatz – sowohl die eingereichten Wissensorte als auch die gewählten Medien waren vielfältig. Kurzfilme oder Modelle, digitale Foto-Dokumentationen, Studien oder eigens programmierte Websites – über 50 jungen Stadtbewohner reichte ihre Ideen bei der IBA ein.

Experten-Jury wählte zwei Hauptpreise

Eine Experten-Jury aus Kunst, Musik, Architektur, Stadtplanung und Wirtschaft wählte unter allen Einsendungen die besten Arbeiten aus. Dabei wurde besonders darauf geachtet, wie nachhaltig die Idee war und wie kreativ sie präsentiert wurde. Aus einer Reihe vielfältiger Beiträge vergab die fünfköpfige Jury unter Vorsitz von Michael Braum mit Christian Knell, Sprecher der Geschäftsleitung Deutschland der HeidelbergCement AG, Susanne Weiß, Leiterin des Heidelberger Kunstvereins, Musiker Toni Landomini sowie Vertretern der Universität und des Stadtplanungsamtes Heidelberg schließlich drei Anerkennungen und zwei erste Preise in den Kategorien Schüler und Studierende. Den Gewinnern des Wettbewerbs wurden bei der feierlichen Veranstaltung vor rund 80 Gästen ihre Preise überreicht.

Erster Preis Kategorie Studierende | Each One Teach One

Die Arbeit „Each One Teach One“ holte den ersten Platz in der Kategorie der Studierenden. Der Siegerbeitrag der Studentin Theresa Leisgang greift das Thema „Lernen von und mit Geflüchteten“ auf. Die von ihr eingereichte Fotodokumentation fordert einen Begegnungs- und Lernort für Heidelberger und Geflüchtete im Zentrum der Stadt. „Ich freue mich außerordentlich, dass meine Arbeit in diesem Rahmen geehrt wird“, so Leisgang. „Ich habe in den letzten Jahren am meisten von all den Menschen im Flüchtlingswohnheimen lernen dürfen. Die Stadt der Zukunft, so wie ich sie mir vorstelle, braucht keine Flüchtlingsunterkünfte mehr, diese sind überflüssig geworden. In dieser Gesellschaft sind Geflüchtete in die Nachbarschaft integriert, man kann viel einfacher Kontakte knüpfen und es ist ein echtes Zusammenleben.“ Mit einem Teil des Preisgeldes will Theresa Leisgang ab dem Frühjahr 2016 Patenschaften von Flüchtlingen in der solidarischen Landwirtschaft in Heidelberg anstoßen und so auf neuen Wegen zur weiteren Integration beitragen.
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Erster Preis Kategorie Schüler | Lieblingsorte HD

Der erste Preis für die Schülerinnen und Schüler ging an die Arbeit „Lieblingsorte Heidelberg“ der Klasse 6c des Hölderlin-Gymnasiums mit Lehrerin Dorit Philipp. Die Klasse hatte ein Leporello erstellt, das mit pointierten Kurztexten einen außergewöhnlichen Überblick der Heidelberger Lernorte für junge Menschen bat. „Die Schülerinnen und Schüler haben sich die ihnen gestellte Aufgabe mit Bravour gelöst: Nicht nur die Vielfalt der gezeigten Orte ist beeindruckend, auch die Kreativität mit denen sich die Kindern mit ganz unterschiedlichen Räumen in der Stadt auseinandergesetzt haben ist bemerkenswert“, so Jurymitglied und IBA-Geschäftsführer Michael Braum. „Wir haben bei diesem Wettbewerb eine ganze Fülle von wichtigen Ideen und Anknüpfungspunkten für unsere Arbeit erhalten – denn es sind schließlich besonders die jungen Menschen, für die wir die neuen Wissensräume in der Stadt schaffen möchten.”
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Anerkennung Kategorie Studierende | Das Haus am Harbigweg

Das Haus am Harbigweg ist der kreative Ort und das partizipative Haus in Heidelberg, das von vielen unterschiedlichen Gruppen und Jugendlichen zu ganz abwechslungsreichen und spannenden Angeboten genutzt wird.
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Anerkennung Kategorie Studierende | Wait'N'Know

Nicht nur Institutionen vermitteln Wissen und nicht nur institutionelles Wissen ist wichtig. Die Gesellschaft mit ihrer Vielfalt an unterschiedlichen Individuen ist ein kollektiver Speicher für Wissen aller Art. Das Projekt “Wait’N‘Know – Wissen durch Warten” bietet alltägliches Wissen an gewöhnlichen Orten, wie Bus- oder Bahnhaltestellen. So können Wartezeiten sinnvoll überbrückt werden.
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Anerkennung Kategorie Schüler | Lernen im Wald