IBA_SUMMIT N°3

KNOWLEDGE | BASED | URBANISM

FR 27. APRIL 2018 | 10.00 – 16.00 UHR
Aula der Neuen Universität | Universitätsplatz 1 | Heidelberg

Vor welchen Herausforderungen stehen „Knowledge Pearls“, d.h. mittelgroße Städte mit herausragenden Universitäten und Wissenschaftsinstitutionen heute? Wie lassen sich stadträumliche und architektonische Qualitäten mit der wissenschaftlichen Exzellenz in Einklang bringen?

Diese Fragen wurden beim IBA_SUMMIT in Heidelberg diskutiert, der zum dritten Mal und erstmals öffentlich stattfand. Bürgermeister, Universitätsrektoren, Städteplaner und Wirtschaftsvertreter aus den »Knowledge Pearls« Cambridge UK, Lund SE, Leuven BE und Stanford US stellten ihre städtebaulichen Projekte vor und tauschten sich über ihre Erfahrungen und Visionen für die Stadtentwicklung in der Wissensgesellschaft aus.

Die Abschlussdiskussion ergab: Trotz ganz unterschiedlicher rechtlicher und administrativer Rahmenbedingungen stehen die anwesenden Beispielstädte doch vor vergleichbaren Herausforderungen. Gerade der Erfolg und die große Attraktivität der „Knowledge Pearls“ führt zu Engpässen beim bezahlbaren Wohnraum, zur Überlastung der Infrastrukturen bis hin zu sozialen Spannungen. Es gilt daher gemeinsame Strategien für das Wachstum zu entwickeln. Dass Städte und ihre Universitäten eine gemeinsame, städtebauliche Vision entwickeln, ist nicht einfach, da sich zwei gleichermaßen komplexe, jedoch sehr unterschiedlich arbeitende Systeme gegenüberstehen. Gleichzeitig sind „town and gown“ wie es im Englischen heißt, eng miteinander verflochten: Städte arbeiten an der Schaffung von Wohnraum und bei Fragen der Infrastruktur, die Unis sind Arbeitgeber und wirken als Motor einer Stadt. Doch wie können diese beiden es nun schaffen, erfolgreich zusammenzuarbeiten? Dies funktioniert am besten durch persönliche Beziehungen – Vertreter von Stadt und Uni müssen sich gut kennen und immer wieder Anlässe und Foren zum Austausch schaffen: Runde Tische, Arbeitsgruppen, informelle Treffen. Dann können gemeinsame Projekte, wie LeuvenMindGate in Belgien oder Science Village Scandinavia in Lund zum Erfolg gebracht werden. Der Schlüssel zu einer gemeinsamen, städteplanerischen Vision ist der stete Austausch auf allen Ebenen – von der Führungsebene bis zur Arbeitsebene.

PROGRAMM

10.00 Uhr | Eröffnung

Beatrix Busse | Prof. Dr. | Prorektorin für Studium und Lehre, Universität Heidelberg
Jürgen Odszuck | Erster Bürgermeister der Stadt Heidelberg
Michael Braum | Prof. | Geschäftsführender Direktor der IBA Heidelberg

10.30 Uhr | Auftakt

Einführung: Carl Zillich | Kuratorischer Leiter der IBA Heidelberg
Impuls: Kees Christiaanse | Prof. | ETH Zürich/KCAP Rotterdam (SE | NL)
Antwort: Christian Scherf | Administrative Director EMBL Heidelberg

11.30 Uhr | Perspektiven Cambridge und Palo Alto/Stanford

Cambridge: Ying Jin | Dr. | Senior Lecturer, Department of Architecture, University of Cambridge (UK)
Stanford: David Lenox | Stanford University Architect (US)

Im Anschluss Podiumsdiskussion mit
Sharon Brown | New Neighbourhoods Manager, City of Cambridge (UK)
Heather Topel | Project Director, North West Cambridge Development (UK)
Gregory Scharff | Former Mayor of the City of Palo Alto (US)
Jean G. Snider | Managing Director, Stanford Real Estate, Stanford University (US)

Mittagspause

13.30 Uhr | Perspektiven Lund und Löwen

Lund: Marcus Horning | Head of City Planning Department, City of Lund (SE)
Löwen: Mohamed Ridouani | Deputy Mayor Leuven (BE)

Im Anschluss Podiumsdiskussion mit
Anders Almgren | Mayor of Lund (SE)
Stacey Sörensen | Prof. Dr. | Pro Vice-Chancellor, University of Lund (SE)
Louis Tobback | Mayor of Leuven (BE)
Bieke Verlinden | Deputy Mayor of Leuven (BE)
Martin Hinoul | Dr. | Business Development Manager KU Leuven (BE)

Kaffeepause

15.00 Uhr | Abschlussdiskussion
Lenelis Kruse-Graumann | Prof. Dr. | Honorarprofessorin am Psychologischen Institut der Universität Heidelberg
Andreas Epple | Geschäftsführung EPPLE Unternehmensgruppe
Jürgen Odszuck | Erster Bürgermeister der Stadt Heidelberg
Friedrich W. Richter | Dr. | BioRN Cluster Management, Heidelberg
im Gespräch mit Michael Braum | Prof. | Geschäftsführender Direktor der IBA Heidelberg