Zwischenpräsentation 2018

Als Teil der IBA Heidelberg „Wissen|schafft | Stadt“ werden zwei große Ausstellungen stattfinden: die Zwischenpräsentation 2018 und die Endpräsentation 2022. Unter dem Titel „Das Wissen der Stadt“ macht die Ausstellung 2018 erlebbar, wie eine Stadt vom beforschten Objekt zur forschenden und lernenden Stadt wird.

Die IBA Ausstellung 2018 soll eine lebhafte Debatte erzeugen, die wissenschaftlichen Einrichtungen einbinden, den Diskurs über Wissen in der Stadt stärken sowie ein lokales und internationales Lernlabor sein. Durch die Integration vielfältiger Programmpartner wird die IBA Ausstellung 2018 Teil des Heidelberger Kulturprogramms („Wir sind IBA“) sowie durch die Kooperationen mit internationalen Partnern zu einem temporären Kompetenzzentrum für eine urbane Wissensgesellschaft.

Die IBA Ausstellung 2018 wird lebensweltliches und akademisches Wissen gleichermaßen vermitteln. Sie bündelt eine zentrale Ausstellung, Aktionen im öffentlichen Raum, interdisziplinäre Diskussionen und die Begehung von konkreten Orten des Stadtumbaus in einem erweiterten Ausstellungsformat. Zielgruppen sind die internationale Fachöffentlichkeit genauso wie Stadtgesellschaft und Politik, bundesweite Institutionen und Verbände ebenso wie internationale Wissenschaftsstädte. Ein besonderer Fokus liegt auf der Zusammenarbeit mit Schulen, Wissenschafts- und Kulturinstitutionen und anderen Bildungsträgern.

Das Konzept der Zwischenpräsentation

Die Ausstellung 2018 versteht sich „als lernende Ausstellung“ zu den Themenschwerpunkten, in denen die IBA Heidelberg arbeitet.
Hierfür sind fünf Ausstellungs-Module in Vorbereitung, welche die zurückliegenden und zukünftigen Prozesse der IBA und deren Kontexte illustrieren, erklären und weiterspinnen:

1. IBA_PROJEKTE
Woran arbeitet die IBA und was tut sie wie?
Es werden erstmalig alle Projekte öffentlich gezeigt, die nach dem Projektaufruf der IBA mit den Beteiligten im Hinblick auf ihre Relevanz für Zukunftsfragen programmatisch und räumlich weiterentwickelt wurden. Angelaufene Baustellen, vorliegende Entwürfe, studentische Arbeiten zum Thema, Gutachten, Workshopergebnisse der Projektträger und -berater sowie die Evolution von der Idee zum Raum machen die Projektentwicklung erlebbar.

2. IBA_PROZESSE
5 Jahre thematische Formate + Partizipation
Neben der Präsentation von IBA_PROJEKTEN und IBA_KANDIDATEN nden „Jubiläumsausgaben“ von erfolgreichen IBA-Veranstaltungsreihen statt: Der IBA_SUMMIT für internationale Akteure aus Wissenschaftsstädten als Auftakt für alle, dann IBA_LOCAL mit der Zielgruppe Bürgerinnen und Bürger und als Finale das IBA_LAB mit einem Schwerpunkt beim Fachpublikum. In einem besonderen Programm werden mit einem Rück- und einem Zukunftsblick gewonnene Erkenntnisse und offene Fragen anschaulich vermittelt.

3. Heidelberg als „Knowledge Pearl“
Die exzellente Wissenschaftsstadt
Heidelbergs Entwicklung zur „Knowledge Pearl“ (kleine und mittlere Wissenschaftsstädte mit Weltruf) wird durch historische Quellen und aktuelle Einblicke in die Wissenschafts- und Bildungslandschaft aufbereitet. Themen sind dabei die stadträumliche Entwicklung von Universität, Lehre und Forschung, die räumliche Beschaffenheit von Wissenschafts- und Bildungsbauten sowie geogra sche und gesellschaftspolitische Besonderheiten in Heidelberg.

4. Wahlverwandschaften
Lernen von internationalen Netzwerken
Eine Ausstellung zeigt Ergebnisse und eine Best-Practice des städteübergreifenden Netzwerks europäischer „Knowledge Pearls“, das beim IBA_SUMMIT etabliert wurde. Mit dabei sind Städte wie Bologna, Leuven, Coimbra, Lund, Montpellier oder Cambridge auf der Ebene der Bürgermeister und Rektoren. Das Netzwerk wird durch dort tätige Architektur- und Kulturakteure anlässlich der Ausstellung 2018 erweitert. Leitfrage ist, welche Anforderungen an Städte als „Knowledge Pearls“ gestellt werden, um für die Zukunft vorbereitet zu sein und gleichzeitig ihre Identität zu bewahren.

5. Urban Citizenship
Welche Verantwortung tragen Städte?
Zusammenleben und Teilhabe in einer kulturell diversen Gesellschaft („Urban Citizenship“) sollen durch künstlerische Arbeiten hinterfragt und angeregt werden. Inwieweit haben internationale Universitätsstädte wie Heidelberg hier besondere Voraussetzungen, Möglichkeiten, aber auch Verantwortung? Im Fokus steht die „New Genre Public Art“ – eine temporäre Kunstform außerhalb etablierter Kultureinrichtungen. 2018 soll dabei der Wissenstransfer in der Stadt auch hinsichtlich der Migration auf allen Ebenen (Wirtschaft, Wissenschaft, Flucht) und Integration im Fokus stehen. Mit partizipativen Ansätzen und an Schlüsselorten der Stadt wird eine enge Verwebung mit dem Alltag der Menschen angestrebt.

Bausteine der Ausstellung

Die zentrale Ausstellungspräsentation (Festivalzentrum)
Die zentrale Ausstellung umfasst die lebendige Vermittlung der IBA_PROJEKTE und IBA_KANDIDATEN, die prägnante Zusammenschau internationaler Städtebaudiskurse zum Thema Wissen und Stadt, inspirierende Best-Practice und die Visionen der global agierenden Wissenschaftsstädte vergleichbarer Größen. Das Festivalzentrum gibt die Möglichkeit für kleinere und größere Veranstaltungen, von Schülerworkshops und Bürgerwerkstätten bis zu Konferenzen.

Schaustellen in der Stadt
Ausgewählte „Schaustellen“ lenken den Blick auf spezifische Stadträume in Heidelberg. In Verbindung mit künstlerischen Aktionen und Installationen soll auf das Thema und die zentrale Ausstellung neugierig gemacht werden. Auch hier sind kleinere diskursive Veranstaltungen und Treffen mit Akteuren geplant, so dass die IBA Teil des öffentlichen Lebens der Stadt wird. Abgerundet wird das Angebot durch Spaziergänge zu und Besichtigungen von Baustellen, Bauten und Orten der IBA (IBA_LOCAL).

IBA_Fachveranstaltungen
Als Auftakt fungiert der IBA_SUMMIT N°3, der im Zeichen des Netzwerks der internationalen Wissenschaftsstädte steht. Als abschließender Höhepunkt gilt die Konferenz IBA_LAB N°6 mit dem Arbeitstitel die „Die Wissensstadt von Morgen“. Darüber hinaus könnte eine IBA_ACADEMY Heidelberger Studierende planungsfremder Disziplinen mit internationalen Studierenden von Architektur und Städtebau zusammenbringen, um gemeinsam Ideen für Heidelberg zu entwickeln.

Kulturelle und fachliche Partnerprogramme
Unterschiedliche Partner werden das Veranstaltungsprogramm 2018 bereichern. Von wissenschaftlichen Symposien und Kongressen auch planungsfremder Disziplinen, über Tagungen planungsaffiner Verbände bis zu Kulturträgern (Theater, Kunstverein, Museen, Festivals etc.) sind Kooperationen geplant, die neue Perspektiven in die Diskurse einbringen.

Publikationen
Die Ergebnisse der Zwischenpräsentation werden als IBA_LOGbuch N°2 im Nachgang aufbereitet und veröffentlicht. Angedacht ist eine Medienkooperation mit der „StadtBauwelt“, um gemeinsam eine Sondernummer zu produzieren.

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