Begleitforschung der IBA Heidelberg durch das Urban Office der Universität Heidelberg

Reallabor "Nachhaltige Stadtentwicklung in der Wissensgesellschaft"

Erste IBA mit Live-Begleitforschung

Evaluation ist ein wichtiges Steuerungsinstrument zur Sicherstellung der Wirksamkeit der eigenen Arbeit: War unser Handeln erfolgreich? Wie steht es um die Qualität unserer Projektarbeit? Wie messen wir unseren Projekterfolg? Häufig wird die Qualität und Nachhaltigkeit eines Projektes erst nach dessen Abschluss evaluiert. Als erste IBA wird unsere Arbeit bereits während unserer Laufzeit wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Da sich die IBA Heidelberg als „lernende Organisation“ versteht, sollen die Ergebnisse dieser wissenschaftlichen Begleitung in unsere Arbeit einfließen und die Möglichkeit der frühzeitigen Kurskorrektur bieten.

Stadt wird zum Forschungslabor

Der Beforschung der IBA Heidelberg widmet sich das Reallabor „Nachhaltige Stadtentwicklung in der Wissensgesellschaft“. Dieses vom Land Baden-Württemberg geförderte Format soll in besonderer Weise die Kooperation von Wissenschaft und Gesellschaft stärken: In Reallaboren begeben sich Forscher ganz unterschiedlicher Disziplinen in reale Veränderungsprozesse und begleiten diese wissenschaftlich. So auch in Heidelberg: Wissenschaftler der Universität Heidelberg aus den unterschiedlichsten Disziplinen wie Geographie, Soziologie, Diakoniewissenschaft, Gerontologie und Geoinformatik beschäftigen sich hier bis 2017 mit verschiedenen Aspekten urbaner Transformation. Dazu wurde an der Universität Heidelberg ein „Urban Office” eingerichtet. Dieses bringt Universität, Stadt, IBA und Praxispartner an einen Tisch und bündelt Aktivitäten aus Forschung und Praxis.

Reallabor begleitet IBA_PROJEKT B³ und IBA_KANDIDAT Wissensspeicher

Das Reallabor beforscht in drei Teilprojekten ganz konkret verschiedene Aspekte der IBA Heidelberg:

Teilprojekt 1 beschäftigt sich aus geographischer Perspektive mit der Transformation von Stadtteilen bzw. der Entstehung neuer Quartiere als Ergebnis einer wissensorientierten Stadtentwicklung. Hier setzen sich die Forscher anhand von vier Raumbeispielen – der Bahnstadt, den Patton Barracks, den Campbell Barracks sowie des US-Hospitals – mit der wissensbasierten Stadtentwicklung in Heidelberg auseinander. Die Projektleitung hat hier die Professur für die Geographie Nordamerikas des Geographischen Instituts der Universität Heidelberg.

▸ In Teilprojekt 3 führt das Institut für Soziologie gemeinsam mit dem Centrum für Soziale Investitionen (CSI), der Universität Speyer und der IBA Heidelberg ein drei­jähriges Projekt zur Begleit­forschung der Entwicklung des generationen­über­greifenden Lernortes B³ Gadamerplatz – Bildung, Betreuung, Begegnung in der Bahnstadt in Heidelberg durch.

▸ In Teilprojekt 4 wird die Energiewende vor Ort wissenschaftlich begleitet: Am Beispiel des IBA_KANDIDATEN Zukunfts- und Wissensspeicher Energie und Technik wird die lokale Energiewende in Heidelberg auf ihre Kom­mu­ni­ka­tion zwischen Bürgerinnen und Bürgern und lokalen Akteuren untersucht. Im Rahmen der IBA ist ein integratives Konzept für den Wissensspeicher Energie und Technik geplant, das Wissensvermittlung zu Theorie und Praxis der Ener­gie­ver­sor­gung und Nachhaltigkeit neu denkt.

02./03.06.2016 | Festakt „Ein Jahr Urban Office"

Am 02. und 03. Juni 2016 hatten die Reallabore zum großen Festakt „Ein Jahr Urban Office / Reallabor „Nachhaltige Stadtentwicklung in der Wissensgesellschaft“ eingeladen: Mit Grußworten, einem Festvortrag, Ausstellungen und mehr. Neben dem Feiern tauschte man erste Erfahrungen gemeinsam mit allen Interessierten in verschiedenen wissenschaftlichen Formaten aus, entwickelte zukünftige Visionen und stieß weitere Prozesse an. Beide Tage boten einen inspirierenden Rahmen, die Akteure des Urban Office/RealLabor Heidelberg mit der interessierten (Fach–)Öffentlichkeit aus Politik, Verwaltung, Planung, Interessensverbänden, Bürgern und Bewohnern, Studierenden, Wissenschaft, Forschung, Kunst und Wirtschaft ins Gespräch zu bringen.
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