Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte, Frankfurt am Main, DE

Wie findet man eine Balance zwischen städtebaulicher Zurückhaltung und dem Wunsch nach Eigenständigkeit und Wiedererkennbarkeit? Für den Neubau des Max-Planck-Instituts für europäische Rechtsgeschichte entwarfen Staab Architekten einen sechsgeschossigen Bau mit kraftvoller skulpturaler Architektursprache und klaren, an den städtebaulichen Vorgaben orientierten Kanten. Das Erdgeschoss bildet mit einem trapezförmigen Grundriss um einen baumbestandenen Innenhof das kommunikative Zentrum. Drei polygonale Baukörper sind dem verbindenden Sockel aufgesetzt. Die unterschiedlichen Bereiche, wie Bibliothek, Forscherbüros und Wohnungen für Gastwissenschaftler sind in den markanten mehrgeschossigen Volumen präzise angesiedelt. So ergeben sich beispielsweise aus dem Bürotrakt reizvolle Ausblicke auf die umgebende Campuslandschaft und der Bibliotheksturm schirmt den Innenhof nach Südwesten vor zu viel Lärm von der starkbefahrenen Straße ab. Der Neubau wurden mit der Planung für den Campus der Goethe Universität abgestimmt. So entstand eine integrative, das Ensemble durch Materialität, Farbe und Form ergänzende Architektur.

Das Projekt wurde von Volker Staab beim IBA_LAB N°3 in Heidelberg vorgestellt.