Das BIO – Ein Biodiversitätszentrum für Heidelberg | Christine Wöhner

Mit dem BIO soll ein neuartiges Gebäude entstehen. Angebunden an den Zoo, soll es als zweiter Eingang dienen und so die Besucher von der Stadtseite aus empfangen. Gleichzeitig ist es als unabhängiges Bildungs- und Ausstellungszentrum gedacht, das den Standort Heidelberg im Forschungssektor stärken soll.
Ziel des Entwurfs ist es, die Gegensätze Natur und Gebäude bzw. Außen und Innen aufzuheben. Durch die Verbindung des Gebäudes mit der Natur entsteht der Gedanke, das Gebäude in seine Bestandteile aufzulösen, um einen besonderen Grad der Verschmelzung zu erreichen. Daher stehen Wandscheiben auf der Wiese, der Betonboden läuft in die offene Landschaft aus und die Dächer scheinen zu schweben.
Die Wandscheiben bestehen aus Mauerwerk ohne zusätzliche Dämmschicht. Der innen und außen sichtbare Backstein schließt einen Kern aus Hochlochziegeln ein. Der Vorteil dieses Mauerwerks ist ein hohes Wärmespeicherungsvermögen, ein gutes Diffusionsverhalten und eine große Dauerhaftigkeit, da auf Dehnungsfugen verzichtet werden kann. Im Innenraum variieren je nach Thema, Blicke, Lichteinfall, Wandstellung und das Zusammentreffen mit der Natur zueinander. So entstehen beim Rundgang immer neue Sinnesempfindungen.