Das BIO* Heidelberg | Thomas Filke

Das Bio, Biodiversitätszentrum Heidelberg, bildet eine räumliche Integration von Tierhaltung, Pflanzen und Ausstellungsfläche. Gefordert ist die Verbindung von Neckarufer, Universität und Stadtgesellschaft. Um die Gegend zu beleben, soll das Bio Anwohnern und Besuchern bis in die Abendstunden einen attraktiven Aufenthaltsort bieten. Anspruch der Ausstellung und der Schulungsbereiche ist es, die Besucher für den Erhalt der Biodiversität zu sensibilisieren. Dabei wird die Ausstellung über vier Schwerpunkte (Kultur, Ernährung, Gesundheit, Technik) verfügen.
Der Entwurf des Bios wird durch eine expressive Formsprache bestimmt, die im Diskurs mit der umgebenden Landschaft steht. Dabei verschwimmen die räumlichen Grenzen zwischen Natur und Bebauung. Dadurch wird es zu einer Landmarke ohne dabei die umgebende Bebauung zu überragen. Das Bio verfügt über zwei Eingänge. Der Zugang für größere Gruppen und Touristen erfolgt über die Nord-West-Seite des Bios, da die Infrastruktur hier bereits durch das Universitätsgelände vorhanden ist. Der ortsansässige Besucher wird vor allem durch das Café an der Ostseite des Entwurfs in das Bio gelockt. Der Außenbereich des Cafés ist in die Landschaft eingepasst ist und bietet eine abwechslungsreiche Aussicht.
Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf der gestalteten Landschaft, die von der Umgebung in den Innenraum weitergeführt wird. Im Obergeschoss befinden sich Vertikalgärten und Nischen für Vögel und Fledermäuse. Die Dachgeometrie sorgt dabei für die nötige Bewässerung der Hängegärten.