PARK ASSEMBLAGE

Marie Hildebrandt, Mathias Mauererlechner, Jan Ole Rolfes

Das Konzept versucht, verschiedene Akteure näher zueinander zu bringen. Ein Aufeinandertreffen der unterschiedlichen Interessen, Bedarfe und Erwartungen soll auf entwickelten Kontaktpunkten stattfinden. In Stadtnähe transformieren sich große Felder in kleinere Parzellen, welche eine Differenzierung in Funktion, räumlicher Ausprägung und atmosphärischer Wirkung hervorrufen. Einerseits kann die Landwirtschaft punktuell bis an die Stadt herangeführt werden, um eine noch stärkere räumliche, wie funktionelle Verknüpfung mit der Stadt und deren Freiräumen zu schaffen, andererseits bieten Flächen für Urban Farming, Kleingärten und anmietbare Kleinflächen die Chance, als Städter seine eigenen Ideen vom Landleben zu verwirklichen. Die vorherrschende Feldstruktur bleibt erhalten, wird in sich aber stärker differenziert um unterschiedliche, nicht nur landwirtschaftliche Nutzungen, zu etablieren, die den Besuchern Möglichkeiten zum selbständigen Erforschen und Gestalten ihrer Umwelt bieten.
Neue Wissens- und Veränderungsprozesse werden in Gang gesetzt: In Verbindung mit den Forschungsstandorten gewinnen die Landwirte Einsichten in moderne Technologien. Durch das Aufzeigen und Sichtbarmachen landwirtschaftlicher Prozesse über Bildungseinrichtungen sowie eigene Erfahrungen in Social Gardening-Projekten, gewinnt agrarisches Wirtschaften an Akzeptanz bei den Konsumenten.

Der Landwirtschaftspark soll somit den Anforderungen als Schnitt- und Verknüpfungsstelle zwischen Landwirtschaft und Stadt sowie dessen Akteuren gerecht werden und nicht nur für die angrenzenden Quartiere, sondern für ganz Heidelberg einen Mehrwert bringen. Auch das Potential als neuer Tourismusmagnet, im Sinne eines behutsamen und sanften Tourismus, welcher ein Beispiel für das Leben mit moderner nachhaltiger Landwirtschaft in der Kulturlandschaft Heidelbergs darstellt, ist gegeben.