Closer I Isabell Krügermann I Liesa Fischer

In dem Projekt Closer erstreckt sich die Universität über die ganze Stadt Heidelberg. Es wurden zwölf Standorte gefunden und mit bestimmten Bausteinen definiert, die den Studienalltag mit der Stadt verbinden. An diesen Standorten werden über verschiedene Funktionen Schnittstellen zwischen den Bewohnern der Stadt und den zumeist jungen Menschen, die zum Studieren in die Stadt Heidelberg gekommen sind, geschaffen. Die gewählten Orte befinden sich in der gewachsenen Struktur der Stadt, die Funktionen der Bausteine ergänzen den vorhandenen Ort. Lernräume werden nicht isoliert, sondern in einer anregenden Wohngegend platziert, der Campus zieht sich wie ein Teppich über die Stadt, dadurch steigert sich die studentische Identifikation mit der Stadt und das städtische Selbstverständnis als Hochschulstandort zugleich.
Dabei soll die Ausbildung eines weit gestreuten Campus als Prozess verstanden werden. Die zwölf definierten Bausteine können dabei als Pioniere verstanden werden, neben ihnen können sich nach Bedarf weitere in der Stadt ansiedeln. Die Formen der einzelnen Bausteine sind durch die Grundformen des Quadrates und Kreises geprägt, in ihnen werden die Allseitig- und Ganzheitlichkeit des Projektes verbildlicht. Der öffentliche, halböffentliche und private Bereich wird in jedem Gebäude individuell, nach der Funktion bedingt, zoniert. Eine Festlegung des Nutzers soll es dabei nicht geben, stattdessen wird für die gesamte Stadt ein neuer Zugang zu Wissen geschaffen.