NetzWerk I Diana Koprivova | Sarah Rihm

Auf dem Schulcampus, welcher sich auf einem Gebiet zwischen Südstadt, Weststadt, Bahnstadt und angrenzendem Waldgebiet erstreckt, befinden sind derzeit zwei Berufsschulen, eine Grundschule und ein Gymnasium. Der Campus ist trotz seiner Größe schwer aufzufinden und hat wenig Wiedererkennungswert. Ziel des Entwurfes ist es, charakteristischen Eigenschaften aus den angrenzenden Gebieten einzubinden und diese auf dem Campus zu integrieren. Derzeit steht jede Stadtstruktur für sich selbst und es bestehen wenig Verknüpfungspunkte zueinander. Die Maßnahme soll das Gebiet beleben und auch für Menschen von außerhalb attraktiv gestalten. Darüber hinaus kann dieser Ort durch die Nachverdichtung als funktionierendes Bindeglied zwischen den angrenzenden Teilgebieten Heidelbergs fungieren und führt in letzter Konsequenz dazu, dass Wissenschaft in Heidelberg stattfindet!
Eines der im Gebiet neu geplanten Gebäude ist ein Theater. Im Haus der Jugend, welches im Zuge der Quartiersaufwertung ebenfalls neue Räumlichkeiten erhalten soll, probt regelmäßig eine Theatergruppe in den eher kleinen, umgenutzten Räumen. Das neu geplante Theater soll ebenfalls ein Veranstaltungsort für die im Gebiet angesiedelten Schulen sein. Das Konzept der Grundrissplanung greift die Clusterstruktur des Gebietes mit dem charakteristischen, organischen, die Ordnung durchbrechenden Grünzug auf, der durch eine nicht mehr genutzte, brachliegende Bahntrasse entstanden ist. So entstehen besondere, offene Grundrissstrukturen, in denen die übergeordnete Struktur der Umgebung ablesbar ist. Bei der Planung des Theaters wurde trotz der nicht klassischen Grundrissanordnung auf gute Umsetzbarkeit geachtet.