Ergebnisse der Arbeitsgruppe Dirk Bayer: Revolution

Eine Strategie für den Umgang mit zu vielen Interessen an einem Ort. Die Zeit großer baulicher Entscheidungen ist vorbei. Es gibt nicht mehr die eine Lösung, die von Anfang bis Ende durchgesetzt werden kann, denn immer mehr Interessensgruppen äußern Wünsche und Bedenken. Nötig sind situative Entscheidungen, abhängig von konkreten Bedürfnissen. Unser Ziel ist ein Städtebau von innen, also nicht von der äußeren Form her gedacht, sondern von den Beziehungen der Akteure, Nutzungen und Flächen. Wir wollen keine Hierarchien und entscheiden uns für eine Gleichstellung aller Interessensgruppen.
Als kleinste Einheit für eine zukünftige Entwicklung werden 24 Erschließungskerne von der öffentlichen Hand errichtet. Das Gelände wird enthierarchisiert. Die Kerne enthalten neben Aufzug, Treppe und Versorgungsleitungen auch einen Optionsraum für zukünftige Ergänzungen. Der Bestand wird zunächst mit einfachen Maßnahmen für den dringendsten Wohnraumbedarf umgerüstet: z.B. für studentisches Wohnen, Wohnheime, WGs, kleine Apartments und altengerechtes Wohnen. An den Kernen können sechs verschiedene Module für verschiedene Funktionen angebaut werden. Dafür werden Regeln aufgestellt, etwa im Hinblick auf Funktionsmischung, Freiräume und Sichtbarkeit des Kerns nach außen. Die Infrastruktur der Kerne ermöglicht eine kostengünstige Bauweise und kann Raum für finanzschwache Akteure schaffen.

Arbeitsgruppe:

Prof. Dirk Bayer

Iris Frieler
Dirk Miguel Schluppkotten

Clarissa Dorsch
Liza Maria Figura
Lena Flamm
Heiko Haberle
Albert Herrmann
Adrian Judt