Ergebnisse der Arbeitsgruppe Antje Freiesleben: Utopie

Viele Interessen projizieren sich auf die frei werdenden Kasernenflächen: Die unterschiedlichen Akteure entwickeln Entwürfe, Ideen von möglichen utopischen Zuständen, die ihren Wünschen entsprechen.
Wir sind Architekten, Planer. Unsere Utopie ist eine räumliche. Sie ist nicht die Utopie einer besseren Welt, sondern die Utopie eines besseren Ortes. Wir wollen zeigen, wie wir uns das Areal der Patton Barracks vorstellen: als einen Ort, der niemals war.
An diesem blinden Fleck in Heidelberg, der bisher kaum im Bewusstsein der Stadt präsent und nicht einmal deutsches Staatsgebiet war, kann ein ganz besonderer Ort entstehen. Er ist anders als alles um ihn herum und wird zu einer neuen „Insel“ Heidelbergs, die Stadt mit einer Struktur, die an einen Archipel erinnert. Die neue „Insel“ besitzt eine besondere Form und eine neue Maßstäblichkeit, die den Stadtarchipel typologisch ergänzt. Sie wird räumlich klar definiert, indem sie den Bestand neu in Bezug setzt – die Zukunft bestimmt das neue Bild. Das Bestehende wird durch eine klare Ordnung gefasst, die den Rahmen für eine Weiterentwicklung setzt. Die konsequente Form bietet Optionen für ein mindestens ebenso vielfältiges, lebendiges Nutzungsangebot. Auf der neuen Insel können sich alte und neue Heidelbergerinnen und Heidelberger ansiedeln und sie mit ihren Utopien lebendig werden lassen.
Ein räumliches Experiment für den Ort, der niemals war.

Arbeitsgruppe:

Prof. Antje Freiesleben

Daniel Groß

Johannes Blechschmidt
Anne Noack
Katharina Oertel
Leonie Plänkers
Anne Scholz
Marius Schultze