Benno Kappenberg & Maximilian Kocademirci

Dem Landfried-Areal kommt mit seiner Lage im Stadtteil Bergheim, zwischen Hauptbahnhof und Universitätscampus Neuenheimer Feld, die Funktion eines Transitraumes zu. Die Setzung von drei eigenständigen Körpern schafft eine Fortführung der fußläufigen Verknüpfung von Bahnhof und dem Universitätscampus sowie den angrenzenden Wohngebieten. Vom Bahnhof kommend wird nun ein klarer Eingang zum Areal definiert. Dies schafft zugleich einen visuellen und akustischen Schutz gegenüber dem Straßenraum. Die unterschiedliche Geschossigkeit und Grundfläche der vorhandenen Baukörper schafft vielfältige Blickbezüge. Dieses für das Gebiet charakteristische Thema des „Versatzes“ wird in der neuen Setzung weitergeführt. Die drei Körper erzeugen eine Tiefenwirkung und leiten Passanten in das Innere des Landfried-Areals. Anstelle einer zusammenhängenden Struktur wird die Vielfalt der Strukturen betont und erweitert.
Die Positionierung des Landfried-Areals als Kreativzentrum setzt eine Flexibilität ihrer Strukturen voraus. Der Entwurf schafft nutzungsneutrale Räume, die dennoch einen eigenen Charakter haben und über ihre Strukturen und Materialität Identität stiften und Vielfalt fördern. Diese wandelbaren Strukturen sind grundlegend in Hinblick auf sich zukünftig verändernde Bedingungen eines Kreativquartiers, das vielfache Nutzungsmöglichkeiten schaffen will.

Bewertung der Jury:

Der Grundgedanke der Arbeit ist gut, der Entwurf ist allerdings vergleichsweise zu wenig ausgearbeitet und damit nicht ausreichend plausibel. Die einzelne Gebäude scheinen willkürlich gesetzt.