Britta Bahnemann & Sonja Gehrmann

Durch die Ergänzung des Gebietes um den Stadtbaustein „Ideenfabrik“ wird das Landfried-Areal baulich sowie programmatisch zu einem Quartier gefasst. Die gegebenen Voraussetzungen des Areals bieten die Möglichkeit, einen „Prototyp für hybride Arbeitswelten“ zu testen. Colearning und Coworking sollen mit bestehenden Arbeitsstrukturen zusammenfließen. Die Wechselwirkungen und Beziehungen zwischen den Nutzern des Geländes sollen in einem Gebäude zusammengeführt werden und zum interaktiven Prinzip werden. Die Werkhalle bildet die Basis dieser Idee, in ihr sollen alle Nutzer miteinander interagieren. Sie ist gegliedert in Kernbereiche mit konkreten Nutzungen sowie bedarfsabhängige Erweiterungsflächen. Die Türme, die sich über der Werkhalle anordnen, teilen sich nach Themen auf. Im Universitätsturm befinden sich unterschiedlich große Seminar- und Arbeitsräume. Der Büroturm bietet Raum für Arbeitsgemeinschaften. Der Kulturturm hält schließlich ein buntes Angebot an Räumen für Tanz-, Musik- und Schauspielkurse bereit. In den Verschnittbereichen zwischen Türmen und Werkhalle entstehen spezielle Interaktionsräume.

Bewertung der Jury:

Der große Wert der Arbeit ist ihre Offenheit: Sie setzt darauf, dass sich vieles von alleine entwickelt, der Ansatz des Kulturzentrums ist gut und trifft im Stadtraum seine Aussage. Jedoch zeigt die Arbeit einen insgesamt veralteten Ansatz mit einer starken funktionalen Festlegung. Die im Erdgeschoss angestrebten Ideen erscheinen nicht glaubhaft verwirklicht.