Christian Honstein

Der Entwurf entwickelt das Areal auf der Ebene der kleinteiligen Quartiersbildung sowie der Ebene des gesamtstädtischen Wirkungspotentials des Landfried-Areals. Auf die vier sehr unterschiedlichen umgebenden städtischen Situationen wird jeweils mit spezifischen Handlungsvorschlägen reagiert. Nach Norden hin soll mit einer begrünten Haltestelle und einer neuen Pflasterung ein „Anschluss an den Neckar“ erfolgen. Im Osten entsteht Wohnbebauung mit der Ausbildung von städtischen Höfen und damit der Versuch, trotz des starken Verkehrsaufkommens qualitativen Wohnraum zu schaffen. Die Alte Eppelheimer Straße im Süden wird zur Wohnstraße mit einem zweiflügeligen Torgebäude als Zugang zum Areal und Ladenlokalen im Erdgeschoss. Nach Westen wird die Organisation des Straßen- wie Schienenverkehrs verbessert. Wichtige und identitätsspendende Bauwerke des Areals werden in ihrer räumlichen Wirkung gestärkt. Der Hochpunkt soll den Heidelbergern stadtweit Orientierung spenden.

Bewertung der Jury:

Die in der Arbeit vorgeschlagene Bebauung ist insgesamt sehr dicht – die Dichte schafft jedoch ein so innerstädtisches Bild, dass die Charakteristik des Areals dadurch verloren geht. Insgesamt jedoch ist die Arbeit gut durchgearbeitet und atmosphärisch ansprechend. Der extreme Hochpunkt konnte schlussendlich als klassischer Bürotower nicht überzeugen. Auch wird die kleinteilige, sehr dichte Wohnbebauung zur Mittermaier Straße kritisch gesehen, da sie das Areal verschließt und der Historie des Ortes nicht gerecht wird.