Jana Gorny & Stephanie Gräfe

Um eine souveräne Haltung gegenüber dem Bestand zu erlangen, soll der neue Cluster in ähnlicher Kubatur und fester Kante dem westlich gelegenen Produktionshaus ähneln. Gleichzeitig soll das Gebäude die Wegebeziehungen auf dem Gesamtareal stärken: Das Einbringen eines Wegenetzes führt zum Bruch des Körpers in drei Teile, jedoch behält der Körper von außen ein monolithisches Erscheinungsbild, im Gegensatz dazu entsteht ein zerbrochener, polygonaler Innenraum.
Die Hofsituation bietet Platz für Kommunikation und Begegnung. Die Materialität – dunkler Backstein – schafft einen Bezug zum Bestand und setzt sich doch ab. Künstlern, Start-Ups und vielen anderen Einrichtungen stehen hier flexible Räumlichkeiten zur Verfügung. Diese können durch die Nutzer immer wieder neu gestaltet und umgenutzt werden. So befinden sich neben Ateliers und Werkstätten auch Büros und Verkaufsräume auf dem Areal. Die Nutzungseinheiten werden mit den öffentlichen Zugängen und Erschließungsbereichen stets durch eine dazwischen liegende Funktionsschiene verbunden.

Bewertung der Jury:

Die gewünschte Flexibilität der Räume wird nicht eingelöst: Stattdessen legt die hoch spezialisierte Form fest, welche Nutzungen in den Räumen überhaupt entstehen können und nimmt dem Entwurf die für ein Kreativquartier benötigte Flexibilität.