Matthias Hollstein

Die Neuplanung des Geländes knüpft an den einstigen Gedanken zur Bespielung des Geländes an und sieht im Zentrum eine zentral ausgerichtete Achse vor. Wurde diese Achse einst dem Verwaltungsgebäude zugeordnet, so haben sich heute die Eigentums- und Arbeitsverhältnisse geändert. Im Blickpunkt befindet sich nun eine Stele. Diese markiert den eigentlichen Platz am Ende der Achse und verweist auf das Internationale Willkommenszentrum sowie das kulturelle Angebot des Kreativquartiers.
Die Wohn- als auch die Geschäftsbauten gehen in ihrer Materialität auf die vorhandene Bebauung ein, zeigen in der Farbe ihrer Klinker aber, dass sie neu sind – sie erstrahlen in einem hellen beige.
Auch die Unterscheidung in zwei verschiedene Bautypologien ist erforderlich. Die Wohngebäude erhalten als einziges Ornament eine Sandsteineinfassung der Fenster, sowie ein Gesimsband, während die Gebäude der Arbeit puristisch vereinfacht sind. Im Norden des Geländes fängt ein Turm die Passanten ein und führt diese durch einen Arkadengang zum Eingang des Platzes.

Bewertung der Jury:

Die Arbeit vermittelt einen großstädtischen Eindruck mit sehr hoher Dichte, bezieht allerdings keine klare Haltung zum Thema Kreativquartier und geht nicht explizit auf die baulichen Gegebenheiten Heidelbergs ein.