Nane Kaiser

Das städtebauliche Prinzip versucht zunächst, das Gelände zu den angrenzenden Straßen hin durch Blockrandbebauung zu schließen und eine ruhigere Zone auf dem Gelände zu schaffen. Dabei wird vor allem darauf geachtet, sich an den typischen Merkmalen der bestehenden umgebenden Wohnhäuser zu orientieren. Auf dem Gelände wird die bereits erkennbare freie Mittelachse aufgenommen und den bestehenden Tabakfabrikgebäuden eine Spiegelung ihrer Fassaden gegenübergestellt.
Der bestehende Platz vor der Sheddachhalle wird nicht bebaut und bleibt als Freifläche für das Interkulturelle Zentrum erhalten. Die Sheddachhalle wird zur Mittermaierstraße hin durch Verglasungen geöffnet und dient als Ausstellungsraum.
Die neu entstehenden Gebäude dienen zusätzlich als Veranstaltungs-, Theater- sowie Büroflächen für das Interkulturelle Zentrum. Die geplanten verschiedenen Nutzungen des Areals (Kultur, Bildung, Arbeiten, Wohnen) lassen ein belebtes Kreativquartier erwarten.

Bewertung der Jury:

Die Arbeit denkt von Außen nach Innen und akzentuiert die Eingangssituation Richtung Alte Eppelheimer Straße. Die kleinteilige, sehr dichte Wohnbebauung zur Mittermaier Straße wird kritisch gesehen, da sie der Historie des Fabrikstandortes nicht gerecht wird.