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Ein Haus für die Jugendarbeit der Zukunft

Spatenstich für den Neubau des Hauses der Jugend

Startschuss für eine neue Ära der Jugendarbeit in Heidelberg: Mit dem Spatenstich für den Neubau des Hauses der Jugend in der Römerstraße 87 haben Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner, Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck und Bürgermeister Dr. Joachim Gerner am 12. März 2020 den Grundstock für Heidelbergs größte und modernste Freizeiteinrichtung für Kinder, Jugendliche und Familien gelegt. Nach dem Abriss des maroden Altbaus aus den 1950er Jahren soll nun in den kommenden Monaten an gleicher Stelle ein zukunftsfähiger Neubau entstehen. Mit 7,6 Millionen Euro veranschlagten Kosten ist das neue Haus der Jugend das größte Bauprojekt im Bereich der städtischen Kinder- und Jugendförderung und ein Projekt der Internationalen Bauausstellung (IBA) Heidelberg. Die Fertigstellung des Hauses ist im Frühjahr 2021 geplant.

Raum neu gestalten, Jugendarbeit neu denken

Wir alle wissen, wie wichtig und entscheidend die Gestaltung von Lern-, Freizeit- und Bildungsorten für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ist. Der Neubau bietet uns die großartige Chance, den Raum neu zu gestalten und Jugendarbeit auch inhaltlich neu zu denken“, sagte Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner. Das Stadtoberhaupt lobte dabei auch den experimentellen Charakter der Jugendbeteiligung im Vorfeld der konkreten Bauplanung: »Jugendliche aller Altersstufen und Schularten haben Ideen und Vorstellungen teils über Whats App-Dialoge mit den Fachleuten eingebracht, noch bevor die Architekten sich ans Werk gemacht haben. Das hat fantastisch geklappt und war extrem wertvoll, denn Jugendliche kennen selbst am besten ihre Bedürfnisse.«

Ruhiger Baukörper mit besonderem Innenleben

Mit der Planung des Neubaus wurde der 1. Preisträger aus einem zweistufigem Architektenwettbewerb beauftragt, das Büro Murr Architekten aus Dießen am Ammersee. Am Übergang von der Süd- zur Weststadt und in direkter Nachbarschaft zum geplanten Schulcampus Mitte wird das Haus eine besondere Scharnierfunktion haben. Den Neubau charakterisiert seine zurückhaltende Architektur, eine Mischkonstruktion aus Holz und Beton, und sein einzigartiges Konzept. »Die Architekten haben hier etwas Eigenständiges und Unverwechselbares geschaffen: äußerlich einen einfachen und ruhigen Baukörper, der aber im Innern durch seine unterschiedliche Raumgeometrie doch besonders ist und die Individualität jeder Nutzergruppe widerspiegeln wird. Seine Architektur und die Freiraumgestaltung sind entscheidend für sein Wirken in den benachbarten Schulcampus hinein«, erläuterte Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck.

Neue Angebote und Zielgruppen

Bürgermeister Dr. Joachim Gerner gab Einblick in die inhaltliche Neukonzeption des Hauses der Jugend »Wir wollen neue Themenbereiche wie die Medienpädagogik verstärkt in den Mittepunkt rücken, neue Zielgruppen ansprechen, wie etwa Eltern mit kleinen Kindern, und Kooperationen mit anderen Einrichtungen ausbauen, insbesondere auch mit den umliegenden Schulen. Tanz, Theater, Kunst, Sport, Musik und andere bewährte Angebote, die Kinder und Jugendliche heute mit großer Begeisterung nutzen, werden nicht verschwinden. Wir starten mit einem erweiterten Konzept in die Zukunft.«

Betrieb läuft während Bauzeit weiter

Die Durststrecke bis zum Einzug in den Neubau meistert das Team des Hauses der Jugend um Leiter Jürgen Schröpfer indes mit großem Engagement. Der Betrieb läuft übergangsweise an drei »Exilstätten« weiter: mit Tanz und Theater in der Hebelstraße, mit Kleingruppenangeboten in der ehemaligen Hausmeisterwohnung des Helmholtz-Gymnasiums und der Suchtprävention im Haus am Harbigweg.