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Erweiterung Sammlung Prinzhorn

Wissenschaften

Ort

Voßstraße 2, Bergheim

Projektträger

Universitätsklinikum Heidelberg und Freunde der Sammlung Prinzhorn e.V.

Ansprechpartner*in

Franziska Bettac

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Kunst von Psychiatrie-Erfahrenen

In der Sammlung Prinzhorn befinden sich Werke von 1840 bis heute, die von Menschen mit psychischen Ausnahmeerfahrungen geschaffen wurden.

»Dank des Alleinstellungsmerkmals des Sammlungs- und Ausstellungskonzeptes und in Verbindung mit der bereits hohen Reputation bietet sich die Erweiterung des Museums der Sammlung Prinzhorn als ›Schaufenster‹ eines transdisziplinären Universitätsklinikums an.«

IBA-Kuratorium

2001 bekam die Sammlung ein eigenes Museum – ein umgebautes Hörsaalgebäude auf dem Gelände der Psychiatrie in Bergheim. Hier werden die Werke erforscht und in wechselnden Ausstellungen präsentiert. Doch die Räumlichkeiten reichen für die stetig wachsende und international renommierte Sammlung längst nicht mehr aus. Daher soll das angrenzende Bestandsgebäude umgebaut werden, um den Sammlungsbestand einer auch internationalen Öffentlichkeit zu zeigen. Mit dieser räumlichen Erweiterung wird Platz für eine Dauerausstellung, ein graphisches Kabinett sowie einen Seminar-, Medien- und Vortragsraum geschaffen werden. Das Museum möchte so seine Funktion als Wissensplattform stärken und seine über 24.000 Werke zugänglicher machen. Dabei bleibt die Sammlung Teil des Zentrums für Psychosoziale Medizin. Es geht darum, einen inspirierenden Ort zu schaffen, der die Sammlung, den Campus und den ganzen Stadtteil gleichermaßen atmosphärisch ergänzen wird. Für die große bauliche Erweiterung, das heißt für den Umbau des Nachbargebäudes, werden noch Sponsor*innen gesucht. Die Eröffnung eines spendenfinanzierten Interims-Museumscafés ist der erste Schritt zur sukzessiven Erweiterung des Museums und soll dessen Potenzial im Campus Bergheim – und damit für die ganze Stadt – sichtbar machen.

Projekt-Meilensteine

Februar 2014

IBA-Kandidaten-Status

Oktober 2014

Machbarkeitsstudie

Dezember 2014

Konzeptworkshop

Juni 2015

IBA-Projektstatus-Status

September 2017

Crowdfunding Museumscafé

Mai 2018

Eröffnung Museumscafé

Projektreport

Film

Eröffnung des Cafés

Eröffnung des CafésZur IBA-Zwischenpräsentation im Mai 2018 bekam die Sammlung Prinzhorn das neue Museumscafé. Über 100 Interessierte kamen an dem Abend, um sich die Ausstellung und das neue Museumscafé anzusehen.

Entwurfsworkshop für ein Museumscafé

Im November 2017 fand in den Räumlichkeiten der Sammlung Prinzhorn ein Entwurfsworkshop für die Gestaltung eines künftigen Museusmcafés statt. Fabian Friedhoff von 3-EFF raumidentitäten konnte das Beurteilungsgremium mit seinem Entwurf überzeugen. Damit das Café im Mai 2018 eröffnen kann, wird weitere Unterstützung für die laufende Crowdfunding-Aktion benötigt.

Beginn der räumlichen Erweiterung

Die Sammlung Prinzhorn erhält mit Unterstützung des Landes Bades-Württemberg eine neue Klimaanlage. Der Einbau der neuen Klimaanlage ist Grundlage für die Vergrößerung der Ausstellungsfläche. Damit können permanente Präsentationen von Klassikern der Sammlung Prinzhorn geplant werden.

Zusage Förderung durch Stadt Heidelberg und Universitätsklinikum

Die Sammlung Prinzhorn wurde im Jahr 2017 mit 30.000 € jährlich in die institutionalisierte Förderung der Stadt Heidelberg aufgenommen. Fünf Räume im Erweiterungsbau sind für den Umzug des Personals aus den Museumsräumen von der Universität und vom Klinikum bereit gestellt. Die Renovierungskosten für diese Räume werden aus den städtischen Mitteln bezahlt. Das Universitätsklinikum hatte die Renovierung der dann frei werdenden Räume für die Museumserweiterung zugesagt.

Sammlung Prinzhorn wird IBA-Projekt

Die Sammlung Prinzhorn wurde in der Aufsichtsratssitzung im Juni 2015 zum IBA_PROJEKT gekürt. Gemeinsam mit dem IBA-Büro hatte der Kandidat über ein Jahr lang an seinen Ideen gefeilt: In Fachgesprächen mit Experten unterschiedlicher Disziplinen und durch Workshops hat der Projektträger sein Konzept konkretisiert.

Workshop zum Gesamtkonzept

Neben Mitgliedern des Freundeskreis der Sammlung Prinzhorn, der IBA Heidelberg und der Stadt Heidelberg waren auswärtige Expert*innen zum Workshop mit der Sammlung Prinzhorn angereist. Marie-Theres Deutsch, Architektin aus Frankfurt, Prof. Johann Feilacher, Leiter des Museum Gugging in Österreich, Christiane Hauss von Hartmann & Hauss Architekten aus Heidelberg, die die geplante Immobilie in einer Machbarkeitsstudie untersucht hatte, und Prof. Claudia Nickel mit Studierenden der SRH Heidelberg
 arbeiteten einen Tag lang am inhaltlichen und räumlichen Konzept der Museumserweiterung.