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Schulcampus Mitte

Lernräume

Ort

Weststadt/Südstadt

Projektträger

Stadt Heidelberg: Stadtplanungsamt, Hochbauamt, Amt für Schule und Bildung

Ansprechpartner*in

Carl Zillich

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Auf dem Weg zum Bildungspark der Zukunft

Mit der Weiterentwicklung des zwischen den Stadtteilen Weststadt und Südstadt gelegenen Heidelberger Bildungsstandortes Schulcampus Mitte soll die räumliche Qualität der hier beheimateten Schulen aufgewertet und gleichzeitig Raum geschaffen werden für eine stärkere Verflechtung der beiden benachbarten Stadtteile.

»Die Umgestaltung des fragmentierten Schulcampus Mitte zu einem zukunftsfähigen Bildungspark, einem durchgrünten »Stück Stadt«, kann neue Formen des Lebens und Lernens sowie eine Brücke zwischen den durch Infrastrukturen getrennten Stadtteilen Weststadt und Südstadt schaffen.«

IBA-Kuratorium

Das Potenzial ist groß: Im Norden der Südstadt beziehungsweise im Süden der Weststadt zwischen Römerstraße und Rohrbacher Straße möchten die Stadt Heidelberg und die IBA Heidelberg gemeinsam mit den ansässigen Schulen einen »Lernort der Zukunft« entwickeln und zugleich das Leben der Süd- und der Weststadt mit ergänzenden Nutzungen bereichern. Im Zuge des Neubaus der Willy-Hellpach-Schule, die ein Wirtschaftsgymnasium, eine zweijährige Berufsfachschule Wirtschaft, eine kaufmännische Berufsschule (Wirtschaft, Verwaltung, Gesundheit) und ein Duales Berufskolleg für Abiturienten (Banken) unter einem Dach vereint, wird das gesamte Bildungsareal zwischen Südstadt und Weststadt neu gedacht. Mit dem Haus der Jugend ist bereits ein IBA-Projekt auf dem Campus im Bau. Außerdem werden das auf dem Gelände befindliche Helmholtz-Gymnasium sowie die Pestalozzi-Grundschule und deren notwendige Erweiterung in den Prozess mit einbezogen.

Die landschaftsplanerische Aufwertung und in Teilen städtebauliche Neuordnung des Stadtraums in seiner derzeitigen Ausgestaltung ist erklärtes Ziel der Stadt Heidelberg. Dazu soll das heutige Schulgelände als zukunftsfähiger Bildungsort mit ergänzenden Sport- und Freizeiteinrichtungen, differenzierten Lernräumen, Grün- und Freiflächen sowie ergänzenden Wohnnutzungen ausgestattet werden und eine umfassende funktionale und räumliche Vernetzung mit dem Umfeld erfahren: der bisherige Schulcampus soll zu einem „Stück Stadt“ werden, das auch am Abend und in den Ferien belebt ist.

Zusammen mit der IBA Heidelberg wurde im Frühjahr 2019 eine »Planungsphase Null« für den Neubau der Willy-Hellpach-Schule und die notwendige Erweiterung der Pestalozzischule beauftragt sowie ein parallel dazu laufendes städtebauliches Werkstattverfahren für das Gesamtareal begonnen. Das Planungsbüro bueroschneidermeyer entwickelte in enger Zusammenarbeit mit Stadt, IBA und den Schulen die Verfahren. Unterstützung gab es dabei auch durch den Pädagogen und Schulentwickler Otto Seydel. Innerhalb des Werkstattverfahrens galt es bis November 2019, vier verschiedene thematische Szenarien für den Campus sowie für dessen Verknüpfung mit den angrenzenden Stadt- und Landschaftsräumen testweise zu entwerfen. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen ab 2020 in die Aufgabenstellung für einen städtebaulichen Wettbewerb zur Erarbeitung einer städtebaulichen und freiraumplanerischen langfristigen Gesamtstrategie ein. Noch im ersten Halbjahr 2020 wird der Hochbauwettbewerb zur Realisierung eines beispielhaften Schulneubaus für die Willy-Hellpach-Schule ausgelobt.

Projekt-Meilensteine

Mai 2019

Beginn Planungsphase Null Willy-Hellpach-Schule

Juni 2019

Beginn städtebauliches Werkstattverfahren

November 2019

Ergebnisse städtebauliches Werkstattverfahren

Januar 2020

Abschluss Planungsphase Null Willy-Hellpach-Schule