ORGANISATION – STRUKTUR UND ARBEITSWEISE

Das Organigramm »Wie funktioniert die Internationale Bauausstellung?« stellt übersichtlich Beziehungen, Einbindungen und Entscheidungsprozesse dar. Die diagrammatische Darstellung der strukturellen Voraussetzungen der IBA Heidelberg vermag kaum, die dynamischen, experimentellen Prozesse widerzuspiegeln, die hier dargestellte Hierarchien und Abhängigkeiten scheinbar überspielen. »Ermöglicher«, Innovationstreiber und Initiator zu sein, erfordert viel Kommunikation und Mode- ration, die in den scheinbar klaren Zusammenhängen eines Organigramms nicht auftauchen. Dennoch erweist sich das Gerüst als robust; die IBA GmbH ist einerseits abhängig im Sinne der vollständigen Finanzierung durch die Stadt Heidelberg und den entsprechenden Aufsichtsrat. Andererseits ist sie unabhängig, weil sie außerhalb der Verwaltungsstrukturen angesiedelt ist und mit einem wissenschaftlichen Kuratorium von hoher fachlicher Reputation arbeitet. Doch die Kompetenzen mischen sich auch, wenn sich der Aufsichtsrat beispielsweise inhaltlich mit dem Kuratorium austauscht, das Kuratorium politisch denkt oder der Gemeinderat der IBA Ideen zur Bearbeitung anvertraut.

Grundsätzlich betreut, berät und qualifiziert das IBA_BUERO auf der Basis der Beschlüsse und Strukturen sowohl etablierte Institutionen wie zivilgesellschaftliche Gruppen, die einen Beitrag zum IBA-Motto »Wissen | schafft | Stadt« leisten. Bereits vor der Bewerbung um den Kandidatenstatus bespricht das IBA-Team mit den Ideengebern die Ambitionen, Potenziale
und Herausforderungen der Inhalte, Strukturen und Orte. Die Schritte von der Idee über den Kandidaten zum Projekt und am Ende zum Label werden an anderer Stelle beschrieben und in der Ausstellung gezeigt. Strukturell arbeitet das IBA- Team individuell mit den einzelnen Vorhabenträgern zusammen, um Alltagstauglichkeit und Exzellenz im Prozess und Bauprojekt bestmöglich zu vereinen.

Das IBA-Kuratorium zeigt mit seinem Beschluss, IBA_KANDIDATEN anzuerkennen, die Chancen und Risiken auf und engagiert sich fachspezifisch und auch persönlich bei der Qualifikation einzelner Vorhaben. Wenn der KANDIDAT mit Unterstützung des IBA_BUEROS konkret, inhaltlich präzise und finanziell umsetzbar geworden ist, empfiehlt das Kuratorium dem Aufsichtsrat, den KANDIDATEN als IBA_PROJEKT anzuerkennen. Damit ist das Ziel definiert, inhaltlich und baukulturell 2022 einen überzeugenden Beitrag zur eigentlichen Bauausstellung zu leisten – in der Regel als umgesetzte Planung, die einen nachhaltigen Beitrag zu Heidelberg als Wissensstadt leistet.

DOWNLOAD ORGANIGRAMM: Wie funktioniert die Internationale Bauauasstellung?
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