DAS WISSEN DER STADT

Abschluss der IBA-Zwischenpräsentation: Über Grenzen gewachsen

Am Sonntag, 8. Juli 2018, endete die Zwischenpräsentation anlässlich der Halbzeit der IBA Heidelberg im Mark Twain Center. Mit der Ausstellung sowie dem facettenreichen Begleitprogramm mit 66 öffentlichen Veranstaltungen, über 40 Führungen, einem Schulvermittlungsprogramm und vielem mehr hat die IBA Heidelberg gezielt den Dialog und die Interaktion mit der Öffentlichkeit gesucht. Ein Konzept, das aufging – rund 12.000 Besucher zählt die Statistik nach zehn Wochen.

Erwartungen übertroffen

Mit einem Auftaktwochenende wurde die Zwischenpräsentation der IBA Heidelberg am 27. und 28. April eröffnet. Am vergangenen Freitag, zehn Wochen später, fand gleich im Anschluss an die Fachkonferenz IBA_LAB N°6 die Finissage der Ausstellung im Mark Twain Center statt. Mit einem großen Interesse ganz unterschiedlicher Zielgruppen – von Grundschulkindern über Studierende bis hin zu Architektinnen und Planern – kann die IBA Heidelberg nach Abschluss der Zwischenpräsentation ein mehr als zufriedenstellendes Ergebnis verbuchen. Prof. Dr. Eckart Würzner, Oberbürgermeister der Stadt Heidelberg resümiert: „Die Zwischenpräsentation hat gezeigt: Die IBA Heidelberg ist auf einem hervorragenden Weg. Sie gibt wertvolle Lösungsansätze, auch über Heidelberg hinaus. Sie zeigt, wie Heidelbergs Stärken miteinander verwoben werden können. Die Zwischenpräsentation hat den vielen Besucherinnen und Besuchern eindrücklich vermittelt, welch spannendes Experiment unsere Bauausstellung ist und welches Potenzial Heidelberg durch die IBA hinzugewonnen hat. Die Halbzeit-Bilanz weckt die Neugier, welche Impulse die IBA noch in den kommenden Jahren haben wird.“

Grenzen überschritten

Die IBA geht zudem einen entscheidenden Schritt hin zu einer überregionalen Stadtentwicklung: Die Stadt Mannheim hat bei der Internationalen Bauausstellung vier Gastprojekten eingereicht, die in Zukunft von der IBA begleitet werden. Zu den Vorhaben gehören die Konzept-
entwicklung für die Multihalle von Frei Otto (eine Mehrzweckhalle der anderen Art im Mannheimer Herzogenriedpark), das Marchivum, ein ehemaliger Hochbunker, der zu einem „Haus der Stadtgeschichte und Erinnerung“ mit Bezug zum Neckar werden soll sowie der Neubau der Mannheimer Stadtbibliothek. Auch rund um das zukünftige Modellquartier Spinelli sollen Vorhaben von der IBA begleitet werden. „Ich freue mich, dass sich die Stadt Mannheim mit ambitionierten Gastprojekten an der IBA Heidelberg beteiligt. Das zeigt, dass die IBA auch über Heidelberg hinaus einen hohen Stellenwert erfährt und die regionale Zusammenarbeit zwischen Heidelberg und Mannheim gut funktioniert. Durch die Kooperation werden beide Seiten viele neue Impulse erhalten“, sagt Jürgen Odszuck, Erster Bürgermeister der Stadt Heidelberg und Aufsichtsratsvorsitzender der IBA Heidelberg. Auch der Oberbürgermeister der Stadt Mannheim, Dr. Peter Kurz freut sich über die zukünftige Kooperation der beiden Städte über die IBA: „Mannheim erlebt derzeit eine grundlegende städtebauliche Veränderung. Die IBA ist eine Chance diese darzustellen und zu reflektieren. Zugleich vertiefen wir damit die Zusammenarbeit unserer beiden Städte. Wir wollen vier für die Stadtentwicklung und die Themen der IBA besonders interessante Projekte in das Programm der IBA einbinden: die Wiederentdeckung von Frei Ottos Multihalle, das Marchivum, der Neubau der Bibliothek und den neuen Wohnungs- und Städtebau auf Spinelli.“

Kräne statt Pläne

Für aktuell 17 IBA-Projekte und Kandidaten geht es nun nach der Halbzeit von der Konzeption und Vorbereitung in die Umsetzungsphase. Zugleich konnte die IBA fünf Vorhaben pünktlich zur Finissage vom Kandidaten- in den Projektstatus heben. Dazu gehören der Neubau des Hauses der Jugend, das Freiraumprojekt DER ANDERE PARK, das neue Konferenzzentrum, der Neubau von Lernräumen für die Mittelstufe und einer Sporthalle an der Elisabeth-von-Thadden-Schule sowie das Zentrum für Licht- und Elektronenmikroskopie des Europäischen Laboratoriums für Molekularbiologie (EMBL). All diese Entwicklungen lassen IBA-Direktor Prof. Michael Braum zuversichtlich in die Zukunft blicken: „Drei Phasen muss eine IBA durchlaufen, damit sie am Ende erfolgreich ist: Die Orientierungsphase, in der das Thema der IBA erarbeitet wird. Die Suchphase, in der für das Thema passende Ideen konzipiert werden. Und schließlich die Umsetzungsphase, in der die Vorhaben Wirklichkeit werden. Die ersten beiden Phasen haben wir gut gemeistert. Dank einer breit aufgestellten Projektkulisse, engagierter Kooperationspartner und einer sorgfältigen Vorbereitung starten wir jetzt voller Zuversicht in die dritte Phase bis 2022.“

PHV wird zum Zentrum für urbane Kunst

Ganz vorbei ist die IBA-Zwischenpräsentation dann doch noch nicht:
Ab dem 19. Juli 2018 verwandeln die IBA Heidelberg und das Streetart- Festival Metropolink einen Straßenzug im Patrick-Henry-Village (PHV) vor den Toren Heidelbergs in einen urbanen Lebensraum voller Kunst und Kultur. Der Jacinto-Drive mit seinen angrenzenden Offiziers-Villen auf der Fläche der früheren US-Kaserne wird für acht Tage zum Zentrum für urbane Kunst und zum Testfeld moderner Stadtentwicklung. Die ersten zehn Villen sollen von internationalen Künstlern bemalt werden. Dem Publikum öffnet sich das Gelände jeden Abend und an den Wochenenden ganztägig. Mehr Informationen zum „PHVision Project“