ENTWICKLUNGSVISION PATRICK-HENRY-VILLAGE

Ehemalige US-Militärflächen gibt es in Deutschland zahlreiche – sie bieten großes Entwicklungspotenzial für die Kommunen, bergen aber auch viele Herausforderungen. Was wird aus den Militärflächen, Kasernen und Wohngebieten der Amerikaner? Die Internationale Bauausstellung Heidelberg (IBA) will mögliche Lösungen zu diesen Fragen der Nachnutzung aufzeigen. Ihr Experimentierfeld: Das ehemalige Patrick-Henry-Village (PHV) in Heidelberg mit ehemals 8000 Bewohnern. Hier soll eine „Wissensstadt von morgen“ entstehen.

Aufgabe

Das Patrick-Henry-Village ist eine herausfordernde, planerische Aufgabe: Die Fläche ist mit knapp 100 Hektar fast so groß wie die Heidelberger Altstadt und größer als die anderen Konversionsflächen. Die Insellage des PHV erfordert intelligente Zukunftskonzepte in Sachen Mobilität, Städtebau und Freiraumentwicklung. Isoliert gelegen, ergeben sich keine naheliegenden Nutzungen. Bei diesen Gegebenheiten bedarf es einer besonderen Vorbereitung für die weitere Planung – damit beschäftigten sich für die IBA Heidelberg fünf international arbeitende Städtebaubüros.

Prozess

In einem von der IBA konzipierten, zunächst auf ein Jahr angelegten Prozess entwarfen internationale Städtebauer im Dialog mit lokalen Experten und der Stadtgesellschaft für das Areal bewusst überspitze Szenarien zu den Themen Wissenschaften und Wirtschaft, Vernetzungen und Digitalisierung, Lernräume und Wohnen und Stoffkreisläufe und Freiräume, die zu einer Entwicklungsvision des Areals gebündelt wurden.
Zur Prozessübersicht

Ziel

Ziel der IBA ist es, für die US-Konversionsfläche Patrick-Henry-Village eine gemeinschaftlich ausgehandelte und in der breiten Bevölkerung mitgetragene Transformationsstrategie im Sinne einer „Wissensstadt von Morgen“ zu erarbeiten. Sie soll die Entscheidungsfähigkeit von Stadt und Stadtgesellschaft für die Zukunft dieser herausfordernden Fläche fördern und innovative, städtebauliche und vor allem auch baukulturell exzellente Lösungen finden.

Ergebnisse

KCAP Architects&Planners haben die visionären Ansätze der Büros MVRDV (NL), Carlo Ratti Associati (IT), ASTOC (DE), Ramboll Liveable Cities Lab (DE) und der University of Brighton (UK) zu einer Entwicklungsvision zusammengeführt.
Zur Ergebnisübersicht