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B³ Gadamerplatz

Lernräume

Ort

Gadamerplatz 1–3, Bahnstadt

Projektträger

Stadt Heidelberg, Jugendamt,

Schulamt, Sozialamt, Bau- und

Servicegesellschaft mbH Heidelberg

Ansprechpartner*in

Carl Zillich

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Bildung, Betreuung, Begegnung

Bildung, Betreuung und Begegnung als Dreiklang lebenslangen Lernens – in diesem Sinne entstand in der Bahnstadt von 2012 bis 2017 ein für die Wissensgesellschaft vorbildliches Projekt.

»Eine zukunftsfähige Stadt des Wissens braucht Orte, an denen lebenslanges Lernen und der Austausch unter verschiedenen Milieus stattfinden kann und Identität gestiftet wird. B3 wird für die Bahnstadt ein solcher Ort sein.«

IBA-Kuratorium

Architektonisch und inhaltlich anspruchsvoll wurden eine Kindertagesstätte, eine Grundschule mit Sporthalle und ein Bürgerhaus als Einheit entworfen und damit die baulichen Voraussetzungen für Kooperationen und ein neues Miteinander geschaffen. Kindertagesstätte und Schule ermöglichen vielfältige Begegnungen. Das vom Stadtteilverein verantwortete Bürgerhaus bietet Aktivitäten für jedes Alter und regt zum lebenslangen Lernen und kulturellen Austausch an. Das innovative Gebäudeensemble schafft außerdem einen identitätsstiftenden Begegnungsort. Der Architekt Peter Donn aus Stuttgart gewann 2012 den Realisierungswettbewerb und konnte damit sein erstes Schulgebäude realisieren. Die Landschaftsarchitektur von KUULA aus Berlin komplettiert das Bild der Höfe wie des vorgelagerten Gadamerplatzes. Der Baukörper hat ein einheitliches Erscheinungsbild, besteht jedoch aus vier eigenständigen Gebäudeteilen für die jeweiligen Nutzungen: Der knapp 10.000 Quadratmeter große Gebäudekomplex vereint eine dreizügige inklusive Grundschule mit Sporthalle, eine Kindertageseinrichtung mit vier Gruppen sowie ein Bürgerzentrum mit öffentlichem Café, Mehrzweckräumen und einem Bürgersaal. Die Gebäude sind vielfältig verbunden und gruppieren sich um einen Innenhof, der – je nach Tageszeit – öffentlich zugänglich ist.

Projekt-Meilensteine

November 2012

Wettbewerbsentscheidung

Februar 2014

IBA-Kandidaten-Status

Juli 2014

1. Akteurs-Workshop

März 2015

2. Akteurs-Workshop

Juli 2015

IBA-Projekt-Status

Dezember 2015

Grundsteinlegung

Mai 2016

Reallabor-Workshop

September 2017

Schuleröffnung

Januar 2018

Eröffnung Bürgerhaus mit Café

Projektreport

Grundschuleröffnung im B³ Gadamerplatz

Zu Beginn des Schuljahres 2017 eröffnete die Grundschule B³ für 120 Schüler*innen sowie 30 Lehr- und Betreuungskräfte. Nach drei Jahren in der Pfaffengrunder Graf-und-Galen-Schule, konnten Lehrkräfte und Lernende die neuen Räumlichkeiten beziehen. Abbildung: Tobias Dittmer

Baustellenführung zum Bahnstadtfest

Beim ersten Sommerfest in der Heidelberger Bahnstadt im Juli 2017 besuchten mehr als 100 Interessierte in drei Baustellenführungen das IBA-Projekt B³ Gadamerplatz. Die Führungen leitete der Architekt Peter Donn von Datscha Architekten mit Unterstützung von Prof. Dr. Thorsten Erl von metris architekten + stadtplaner. Abbildung: Tobias Dittmer

Richtfest am Gadamerplatz

Nach den ersten zwölf Monaten Bauzeit wurde im September 2016 das Richtfest für das neue Bildungs-, Betreuungs- und Bürgerhaus B³ Gadamerplatz gefeiert. Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner sprach von einem »Ort des lebenslangen Lernens und Austausches«.

Grundsteinlegung für das Bildungs-, Betreuungs- und Bürgerhaus

»Das Projekt B³ Gadamerplatz ist vorbildlich für die Bildungsarbeit in der Bahnstadt«, sagte IBA-Geschäftsführer Prof. Michael Braum anlässlich der Grundsteinlegung. »Es überbrückt die Grenzen zwischen den Einrichtungen und ist nah dran an seinen Zielgruppen. Die Vielfalt der Menschen und Milieus in der Bahnstadt wertzuschätzen, das ist ein wichtiger Beitrag dieses Projektes. Eine zukunftsfähige Stadt des Wissens braucht genau solche Orte, an denen lebenslanges Lernen und Austausch stattfinden kann und die Identität stiften – B³ wird für die Bahnstadt ein solcher Ort sein.« Abbildung: Christian Buck

B³ Gadamerplatz wird IBA-Projekt

Das B³ Gadamerplatz wurde in der Aufsichtsratssitzung im Juni 2015 zum IBA-Projekt gekürt. Bereits vor der IBA wurde von einem interdisziplinären Team aus Pädagog*innen und Planer*innen ein innovatives Raumprogramm entwickelt. Die Gestaltung wurde in einem Architekturwettbewerb ermittelt und von den jungen Gewinner*innen unter Beteiligung der zukünftigen Nutzer*innen weiterentwickelt.

Entscheidung des Architekturwettbewerbs

Nach der Auslobung eines Realisierungswettbewerbs wurden die Preisträger, das Stuttgarter Büro Peter Donn, Datscha Architekten, gemeinsam mit dem Berliner Büro KUULA Landschaftsarchitekten, mit den Planungen für den Neubau und die Neugestaltung des Platzes beauftragt. Die Ansprüche verschiedener Nutzergruppen an ein derartiges Areal wurden bei der Planung berücksichtigt.