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Collegium Academicum

Wissenschaften

Ort

Konversionsfläche Hospital,

Rohrbach

Projektträger

Collegium Academicum GmbH

Ansprechpartner*in

Felix Wohlfarth

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Studentisches Leben und Lernen in Heidelberg

Auf der Konversionsfläche »Hospital« im Stadtteil Rohrbach entsteht mit dem »Collegium Academicum« ein Studierendenwohnheim der anderen Art.

»Miteinander leben, voneinander lernen und eigenes Wissen weitergeben werden in diesem Projekt kombiniert. Das Projekt wird die Universitätsstadt Heidelberg auf den Konversionsflächen in ungewöhnlicher Art bereichern.«

IBA-Kuratorium

Das selbstverwaltete Wohnen von und für etwa 200 Studierende wird auf unterschiedlichen Ebenen gesellschaftlicher Verantwortung gerecht. Besonders hervorzuheben ist das Bildungskonzept, das in einer Art »Propädeutikum« in das Haus integriert wird. Im Bestandsgebäude stehen dafür bis zu 50 Plätze zur Verfügung. Zudem soll projektbasiertes Lernen in der Nachbarschaft, im Stadtteil und in der Stadt angeboten werden. Das »Collegium Academicum« folgt den Prinzipien der Suffizienz (der Qualität des Auskömmlichen), was sich in dem viergeschossigen Holzbau zum Beispiel in einer flexiblen Wohnraumgestaltung niederschlägt. Der Architekt – Hans Drexler aus Frankfurt – wurde mit Hilfe der IBA über ein Werkstattverfahren ausgewählt und hat entschieden dazu beigetragen, dass etwa 2,2 Mio. Euro seitens des Bundesbauministeriums im Förderprogramm »Variowohnungen« der Forschungsinitiative »ZukunftBAU« sichergestellt werden konnten. Hinzu kommen Forschungsmittel der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Die Finanzierung über Direktkredite nach dem Modell des Mietshäuser Syndikats (Mietshäuser Syndikats) ist eine Aufgabe, der sich die Gruppe mit ehrenamtlichem Engagement und Unterstützung der IBA wie der Stadt Heidelberg tagtäglich stellt. Das Projekt ist Beispiel für einen gelungen bottom-up-Prozess, bei dem die Ideengeber zu Bauherren werden und zukünftige Nutzer mit Hilfe der IBA Heidelberg zu Trägern von Baukultur avancieren.

Projekt-Meilensteine

Februar 2014

IBA-Kandidaten-Status

März 2015

Suffizienz-Workshop

Mai 2015

Propädeutikum-Workshop

Juni 2015

IBA-Projekt-Status

März 2016

Workshop Variowohnen und Gründung der GmbH

Dezember 2017

Forschungsförderung DBU und Baugenehmigung

Februar 2018

Bundesförderung Variowohnungen

Mai 2018

Fertigstellung Demonstrator

Juli 2019

Spatenstich

Projektreport

Film

Weitere Fördermittel über 500.000 Euro bewilligt

Das IBA-Projekt erhielt für seine ökologisch nachhaltige und innovative Holzbauweise eine Fördermittelzusage von 500.000 € aus dem EFRE-Förderprogramm „Holz Innovativ“ des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR). Zusammen mit den schon bewilligten Bundesfördermitteln des Programms Variowohnen wird das Projekt mit insgesamt 2,69 Millionen Euro unterstützt. Außerdem konnte das Projekt bereits eine Million Euro an Direktkrediten und Spenden einwerben.

Fertigstellung des Zimmer-Demonstrators

Mit der Fertigstellung eines Demonstrators konnte das Team des Collegium Academicum im April 2018 zum ersten Mal konkret ihre Ideen der Öffentlichkeit zeigen und ein Zimmer ihres zukünftigen Wohnheims in Realgröße erlebbar machen. Das flexible Konzept mit Selbstbauelementen wurde im Zuge der IBA-Zwischenpräsentation eingeweiht und wanderte anschließend an verschiedene Orte in Heidelberg, wo Interessierte die Möglichkeit hatten, sich im Zimmer umzuschauen und Informationen über das Projekt zu erhalten. Abbildung: IBA Heidelberg

2,2 Millionen Euro für das Collegium Acadamicum

Flexibel, nachhaltig und nicht teurer als 280 bis 300 Euro Warmmiete: Mit dem Programm Variowohnen fördert das Bundesbauministerium preiswerten Wohnraum für Studierende und Auszubildende in Deutschland. Bundesbauministerin Barbara Hendricks stellte auf der Baufachmesse bautec in Berlin 20 Modellvorhaben der Öffentlichkeit vor. Das Collegium Academicum wurde mit der maximalen Förderungssume von 2,2 Mio. Euro unterstützt. Abbildung: BMUB, Sascha Hilgers

10.000 Euro aus Crowndfunding-Wettbewerb für Zimmer-Prototyp

Mit 10.000 Euro haben die lokalen Crowdfunding-Plattform SPONSORT und die IBA Heidelberg den Prototyp für das erste mobile Studierendenwohnheim finanziert. Vier Wochen stellten sich verschiedene Kandidaten und Projekte der IBA Heidelberg über die Plattform SPONSORT einer öffentlichen Abstimmung. Fünf kulturell ausgerichtete Projekte standen zur Wahl.

Workshop zum Bildungskonzept

Wie kann ein Studierendenwohnheim in Heidelberg mit einem interessanten und umfassenden Bildungsprogramm bespielt werden? Expert*innen aus ganz Deutschland, darunter Michael Behal vom Leibniz Kolleg Tübingen oder Daniel Ixkes von der Universität Witten/Herdecke erklärten Hintergründe zu den Themen Propädeutikum, Projektlernen und semesterbegleitendes Lernen und stellten praktische Beispiele vor.

Workshop zur Suffizienz

Was ist zum Leben wirklich notwendig? Und wo lässt sich überflüssiger Konsum vermeiden? In Zusammenarbeit mit dem Collegium Academicum veranstaltete die IBA Heidelberg einen Workshop zum Thema Suffizienz. Die Referent*innen Dr. Lars-Arvid Brischke vom Institut für Energie- und Umweltforschung aus Berlin, Prof. Hans Drexler von DGJ Architektur aus Frankfurt, Prof. Susanne Hofmann von dieBaupiloten aus Berlin, Arne Steffen von werk.um aus Darmstadt und Claudia Thiesen von Kraftwerk1 aus Zürich präsentierten Erfahrungen aus der Praxis zum Thema »Suffizienz«.