IBA-Gespräch
»Die gerechte Stadt«

11. März 18–20 Uhr
12. März 15–19 Uhr

Ort

Online

Datum

11. – 12. März 2021

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Wie gestalten wir das urbane Morgen?

Die Idee der Stadt als Sehnsuchtsort, als Ort, an dem Menschen unterschiedlicher Milieus miteinander leben, ist so alt wie die Idee der Stadt selbst. Ebenso lange existiert die Frage nach der Gerechtigkeit in der Stadt. Über die Welt von morgen entscheiden die Entwicklungsprozesse und die Menschen in der Stadt – doch wer hat Zugang zur urbanen Gemeinschaft? Wer findet Wohnraum oder einen Ort zum Arbeiten, wer fühlt sich zugehörig und willkommen? Steigende Mieten und Grundstückspreise, hohe Kosten für Mobilität, aber auch fehlende Modelle für eine gelingende Integration von Menschen unterschiedlicher Herkunft haben die soziale Segregation verstärkt. Die IBA-Gesprächsreihe 2021 diskutiert Wege und Modelle, wie wir die Städte der Zukunft inklusiver, gerechter und lebenswerter für alle gestalten können.

Die Veranstaltung wurde als Fortbildung bei der Architektenkammer Baden-Württemberg mit 4 Punkten anerkannt.

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Schauen Sie sich hier die Livestreams der beiden Konferenztage nachträglich an.

Die gerechte Stadt | Donnerstag, 11. März 2021

Die gerechte Stadt | Freitag, 12. März 2021

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PROGRAMM
DONNERSTAG, 11. MÄRZ 2021

18–20 Uhr

KEYNOTE ▸ Die Vielfalt gestalten. Den Unterschied machen.
Wolf Lotter | Essayist und Redner | Köngen

 

Respondent*innen:
Jürgen Odszuck | Erster Bürgermeister Stadt Heidelberg
Karl-Heinz Imhäuser | Montag Stiftungen, Bonn | IBA Kuratorium
Annett Heiß-Ritter | Mieterverein Heidelberg

 

Moderation: Michael Braum | Prof. | IBA Heidelberg

 

 

FREITAG, 12. MÄRZ 2021

Block 1 | 15–17 Uhr

IMPULS ▸ Wie Luft und Wasser – Boden als Gemeingut
Stephan Reiß-Schmidt | Stadtdirektor a.D. | München

 

PROJEKT ▸ Quartier für alle: Der Höllenstein in Heidelberg-Kirchheim
Peter Bresinski | Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz mbH (GGH) | Heidelberg

 

PROJEKT ▸ Migration als Impuls für die soziale Wohnraumfrage und als Chance für eine kooperative Stadt
Peter Haslinger | Leibniz-Universität Hannover

 

Abschließende Diskussion

 

Block 2 | 17–19 Uhr

 

IMPULS ▸ Postfunktionales Wohnen
Ernst Hubeli | Prof. | Technische Universität Graz

 

PROJEKT ▸ Kollektive Wohnformen
Verena von Beckerath | Prof. | Heide & von Beckerath, Berlin

 

PROJEKT ▸ In der Zukunft arbeiten oder für die Zukunft arbeiten
Wilhelm Klauser | Dr. | InitialDesign | Berlin

 

Abschließende Diskussion

Ansprechpartner*innen

 

Veranstaltungsleitung: Moritz Bellers
+49 6221 658 650 18  

 

Öffentlichkeitsarbeit: Angela Kratz
+49 6221 658 650 14  

Redner*innen und Abstracts

Wolf Lotter

Wolf Lotter ist Essayist, Vortragender und Transformationsexperte mit Schwerpunkt in den kulturellen Unterschieden zwischen der Industrie- und der Wissensgesellschaft liegt. Er ist Gründungsmitglieder von brand eins, für das er seit dem Jahr 2000 die Leitessays schreibt. Im Oktober 2020 erschien sein aktuelles Buch und Bestseller »Zusammenhänge. Wie wir wieder lernen, die Welt zu verstehen«. Zum Abstract 

 

Abbildung: Katharina Lotter

Prof. Verena von Beckerath

Verena von Beckerath ist Architektin und Mitbegründerin des Architekturbüros Heide & von Beckerath in Berlin, das sich in den vergangenen Jahren neben Projekten für die Forschung, Infrastruktur und Kultur insbesondere mit dem Wohnungsbau beschäftigt hat. Seit 2016 ist sie Professorin für Entwerfen und Wohnungsbau an der Bauhaus-Universität Weimar. Zum Abstract

 

Abbildung: Gitty Darugar

 

Prof. Michael Braum

Michael Braum ist geschäftsführender Direktor der IBA Heidelberg. Er studierte Stadtplanung und Städtebau in Berlin. Neben eigener Bürotätigkeit ist er seit 1998 Professor für Städtebau in Hannover. Von 2008 bis 2013 baute er die Bundesstiftung Baukultur auf, die er als Vorstandsvorsitzender leitete. Zudem ist er Mitglied im Bund Deutscher Architekten, der Deutschen Akademie für Stadt- und Landesplanung und im Berufsverband der Stadt- und Raumplaner.

 

Abbildung: Jochen Steinmetz

Peter Bresinski

Peter Bresinski ist Diplom-Kaufmann und arbeitete nach dem Studium in Köln zunächst als Prüfer und Berater. 1997 wurde er zum geschäftsführenden Vorstandsmitglied der Erbbauverein Köln eG ernannt; seit 2003 ist er Geschäftsführer der Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz mbH Heidelberg. Zum Abstract

 

Abbildung: Christian Buck

Peter Haslinger

Peter Haslinger ist freischaffender Architekt, Dozent und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Entwerfen und Gebäudelehre an der Leibniz Universität Hannover. Nach seinem Architekturstudium in Wien, Hannover und Zürich gründete er 2000 das Architekturbüro ZONE29 in Berlin. In Büro- und Universitätsprojekten setzt er sich mit der sozialen Verantwortung der Architektur für die kooperative Stadt auseinander. Zum Abstract

 

Abbildung: Julian Martitz

Annett Heiß-Ritter

Annett Heiß-Ritter leitet den Mieterverein Heidelberg, der als zweitgrößter Verband im Dt. Mieterbund Baden-Württemberg knapp 14.000 Haushalte aus der Region vertritt. Zuvor war sie Landesreferentin für Armut und Existenzsicherung bei der Diakonie Württemberg und in verschieden Beratungsfeldern tätig. Annett Heiß-Ritter studierte Soziale Arbeit und Management in Nürnberg und Darmstadt. Bei der Sozialplanerin Prof. Dr. Sylvia Greiffenhagen arbeitete sie zu kommunalen Steuerungsmöglichkeiten auf dem Wohnungsmarkt. Als Gastdozentin lehrt sie an Hochschulen und gibt Fortbildungen. Sie engagiert sich u.a. im Heidelberger Bündnis gegen Armut und Ausgrenzung für eine sozial ausgewogene Stadtentwicklung.

 

Abbildung: Foto König

Prof. Ernst Hubeli

Ernst Hubeli ist Inhaber des Büros Herczog Hubeli GmbH in Zürich, das thematische Forschungen mit Städtebau- und Bauvorhaben verbindet. 1982 bis 2000 war er Chefredakteur der Zeitschriftwerk, bauen + wohnen, danach Leiter des Instituts für Städtebau an der TU Graz. In seinem neuesten Buch »Die neue Krise der Städte« (2020), einer pointierten Streitschrift, verhandelt er die Wohnungsfrage für das 21. Jahrhundert neu. Zum Abstract

 

Abbildung: Christian Buck

Dr. Karl-Heinz Imhäuser

Dr. Karl-Heinz Imhäuser ist Vorstand der Carl Richard Montag Förderstiftung. Getragen von einer inklusiven Grundhaltung engagiert sie sich für die Gestaltung eines Gemeinwesens, in dem alle Menschen gleichberechtigt teilhaben können. Er war 20 Jahre Lehrer an Förder-, Haupt- und Realschulen und hat neben seiner wissenschaftlichen Forschungs- und Lehrtätigkeit an Hochschulen und Landesinstituten auch eine Ausbildung zum Feldenkraislehrer und zum Trainer für »Selbstorganisiertes Lernen« absolviert.

 

Abbildung: Tobias Dittmer

Dr. Wilhelm Klauser

Wilhelm Klauser studierte Architektur und Städtebau in Stuttgart. Nach mehreren Jahren Tätigkeit in Mannheim, Tokio und Paris gründete er 1998 INITIALDESIGN, eine Agentur für Architektur, Transformation und Strategie mit Sitz in Berlin. Seit 2005 setzt er sich als Planer in Europa und Asien mit Veränderungen in Städten, Stadtlandschaften und ländlichen Räumen auseinander. Zum Abstract

 

Abbildung: Annette Koroll

Jürgen Odszuck

Jürgen Odszuck, geboren 1970, ist seit Oktober 2016 Erster Bürgermeister der Stadt Heidelberg. Er studierte Architektur an der TU München und Stadtentwicklungsmanagement am Asian Institute of Technology in Bangkok. Von 2010 bis 2016 war er Baudezernent und Erster Stadtrat in Kronberg im Taunus. Jürgen Odszuck ist Vorsitzender des IBA-Aufsichtsrats. 

Stephan Reiß-Schmidt

Stephan Reiß-Schmidt ist Stadtdirektor a.D., freier Berater und Autor. Zuletzt war er als Leiter der Stadtentwicklungsplanung bei der Landeshauptstadt München tätig. Für eine gemeinwohlorientierte Bodenpolitik engagiert er sich u.a. in der Münchner Initiative für ein soziales Bodenrecht und als Ko-Vorsitzender des Ausschusses Bodenpolitik der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung. Zum Abstract

Weitere Veranstaltungen der Reihe

Die schöne Stadt
17./18. Juni 2021

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Die erfolgreiche Stadt

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