PHVision – Projektentwicklung des Patrick-Henry-Village

Ort: Kirchheim
Projektträger: Stadt Heidelberg
Masterplan: KCAP, Zürich/Rotterdam
Szenarien: MVRDV, Rotterdam | Carlo Ratti Associati, Turin/ New York | ASTOC, Köln | Ramboll Liveable Cities Lab, Boston/Überlingen und University of Brighton

»Die Stadt von morgen wird sich insbesondere über die Qualität des Städtebaus beweisen. Die PHVision bietet einen robusten Rahmen und wird gleichsam flexibel auf sich verändernde Nutzerinteressen reagieren können. Der Durchmischung aller Lebensbereiche und Arbeitswelten wird Raum gegeben. Synergien zwischen den Wissenschaften, der Wirtschaft und dem Wohnen bilden ein überzeugendes Leitmotiv.«
IBA-Kuratorium

Ehemalige US-Militärflächen gibt es in Deutschland zahlreiche – sie bieten großes Entwicklungspotenzial für die Kommunen, bergen aber auch viele Herausforderungen. Was wird aus den Militärflächen, Kasernen und Wohngebieten der Amerikaner? Die Internationale Bauausstellung Heidelberg (IBA) will mögliche Lösungen zu diesen Fragen der Nachnutzung aufzeigen. Ihr Experimentierfeld: Das ehemalige Patrick-Henry-Village (PHV) in Heidelberg mit ehemals 8000 Bewohnern. Hier soll eine „Wissensstadt von morgen“ entstehen.

Mit dem ehemaligen Patrick-Henry-Village (PHV) gibt die IBA Heidelberg beispielhaft eine ambitionierte Antwort auf die städtebaulichen Entwicklungen der Wissensgesellschaft. Mit dem PHV soll eine mustergültige Grundlage dafür geschaffen werden, dass die »Wissensstadt von morgen« die Lebensgrundlagen von übermorgen verantworten kann. Dies ist eine herausfordernde, planerische Aufgabe: Mit knapp 100 Hektar ist das PHV fast so groß wie die Heidelberger Altstadt und größer als die anderen Konversionsflächen. Seine Insellage erfordert intelligente Zukunftskonzepte in Sachen Mobilität, Städtebau und Freiraumentwicklung. Isoliert gelegen, ergeben sich keine naheliegenden Nutzungen. Bei diesen Gegebenheiten bedarf es einer besonderen Vorbereitung für die weitere Planung – damit beschäftigten sich für die IBA Heidelberg fünf international arbeitende Städtebaubüros.

Prozess

In einem von der IBA konzipierten, zunächst auf ein Jahr angelegten Prozess entwarfen internationale Städtebauer im Dialog mit lokalen Experten und der Stadtgesellschaft für das Areal bewusst überspitze Szenarien zu den Themen Wissenschaften und Wirtschaft, Vernetzungen und Digitalisierung, Lernräume und Wohnen und Stoffkreisläufe und Freiräume, die zu einer Entwicklungsvision des Areals gebündelt wurden.
Zur Prozessübersicht

  • Eckdaten

    Mai 2016
    Erstes Bürgerforum

    Juni 2016
    Auftakt Design-Thinking-Reihe

    September 2016
    Zweites Bürgerforum

    Dezember 2016
    Drittes Bürgerforum

    März 2017
    Viertes Bürgerforum

    Oktober 2017
    KANDIDATEN-Status PHVision als Augmented Reality

    Dezember 2017
    Entwicklungsvision wird zur Plangrundlage

    Juli 2018
    10 Tage Metropolink Festival in den Offiziersvillen

    September 2018
    Start Projektgruppe PHV der Verwaltung