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»DER ANDERE PARK«

Vernetzungen

Ort

Konversionsflächen Südstadt

Projektträger

Stadt Heidelberg, Landschaftsamt

Ansprechpartner*in

Franziska Bettac

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Neue Mitte für die Südstadt

Eine ehemalige Kaserne wird »geöffnet«. Die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude gehen an neue Eigentümer*innen und werden nun anders genutzt.

»Ein experimenteller Prozess hat zu einem anspruchsvollen Wettbewerbsergebnis geführt. Im zukünftigen Austarieren der Ansprüche von Entwerfern und Eigentümern wird sich der innovative Freiraumansatz beweisen müssen.«

IBA-Kuratorium

Der wesentliche Wandel erfolgt über die ambitionierte Gestaltung der Grün- und Freiräume, die in ungewohnter Weise genutzt werden sollen. Die Freiräume verbinden in Zukunft verschiedene Kulturorte miteinander: die »Chapel« als Stadtteiltreff und Ort baukulturellen Austauschs; das Mark Twain Center als Haus für die Erforschung der transatlantischen Beziehungen; eine private Hochschule sowie den Karlstorbahnhof – eine weit über die Region hinausreichende Kultureinrichtung, die in der Südstadt ihren neuen Standort finden wird. Ganz unterschiedliche Atmosphären werden den Anderen Park prägen: vom »Bürgerpark« über Spiel- und Veranstaltungsflächen bis hin zum Garten des Mark Twain Centers. Das gesamte Areal soll mit seinen historischen Schichten als Archiv des Vergangenen und als Plattform des Wissens für die Zukunft verstanden werden. Besonders überzeugend war das Planungsverfahren: Expert*innen, Anwohner*innen und Bürgerschaft wurden in die Aufgabenstellung des Wettbewerbs eingebunden. Sie werden die sukzessive Umsetzung des Projekts auch begleiten.

Ein großer Erfolg für das Projekt: Der Andere Park erhält aufgrund seines Modellcharakters vom Bund 5,9 Millionen Euro aus dem Fond Nationale Projekte des Städtebaus. Im Januar 2018 wurde der Beitrag des Büros Studio Vulkan aus Zürich mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Nach Abschluss der Planungen wird der Freiraum bis Ende 2020 gebaut.

Projekt-Meilensteine

Oktober 2016

IBA-Kandidaten-Status

November 2016

Bundesförderung Nationale Projekte des Städtebaus

Dezember 2016

Erarbeitung Aufgabenstellung

August 2017

Wettbewerbsentscheidung 1. Phase

Januar 2018

Wettbewerbsentscheidung 2. Phase

Juli 2018

IBA-Projekte-Status

Projektreport

Ideen der Anwohner*innen gefragt

Die Anwohner*innen des Anderen Parks waren im Mai 2019 aufgerufen, konkrete Programmideen für die Aneignungsfläche »Common Ground« zwischen Römer- und Kirschgartenstraße südlich der Chapel zu entwickeln. Die Ideen wurden beim Tag der Städtebauförderung der Stadt Heidelberg diskutiert. Abbildung: Tobias Dittmer

Der Andere Park erhält IBA-Projekt-Status

Zur Finissage der IBA Zwischenpräsentation im Juli 2018 wurden fünf Vorhaben vom Kandidaten- in den Projektstatus erhoben. Dazu gehörte auch das Freiraumprojekt Der Andere Park. Die Realisierung ist unter anderen mit Mitteln der Bundesförderung Nationale Projekte des Städtebaus sichergestellt. Die IBA Heidelberg übernimmt eine begleitende und unterstützende Rolle, um den IBA-Kriterien sowie den vom Fördermittelgeber erwarteten Anspruch an ein Premiumprojekt zu erfüllen. Abbildung: Tobias Dittmer

Sieger des Wettbewerbs zum Anderen Park

Im Januar 2018 zeichnete eine Jury unter Vorsitz von Prof. Undine Giseke von der TU Berlin einstimmig die Arbeit des Büros Studio Vulkan aus Zürich mit dem 1. Preis im Wettbewerbsverfahren aus. Der 2. Preis ging an bbz Landschaftsarchitekten aus Berlin. Platz 3 vergab die Jury an das Team von Ecosistema Urbano aus Madrid. 

Bund fördert Konversionsprojekt mit 5,9 Millionen Euro

2016 förderte die Bundesregierung Projekte mit besonderer überregionaler Wahrnehmbarkeit und hoher fachlicher Qualität. Ein Schwerpunkt lag auf der Konversion von Militärflächen. In Kooperation mit Expert*innen der NH ProjektStadt hatten die verantwortlichen Gremien der Stadt Heidelberg mit der IBA einen entsprechenden Antrag formuliert. Sie erreichten damit die Aufnahme in das Förderprogramm Nationale Projekte des Städtebaus. Der Bund fördert das Projekt Der Andere Park auf der Konversionsfläche Campbell Barracks in der Südstadt mit 5,9 Millionen Euro. Abbildung: Philipp Rothe

Stadtspaziergang durch den Anderen Park

Im Rahmen des 34. Südstadtfestes  im Juli 2017 veranstaltete die IBA Heidelberg eine dialogische Führung durch den Anderen Park. Mit ihren Gästen wanderte die IBA zu den Wissensorten im Park und traf Vertreter*innen des Mark Twain Center for Transatlantic Relations, des Kulturhauses Karlstorbahnhof, der Polizei, der privaten Hochschule und der Kreativwirtschaft. Die Führung endete in der ehemaligen US-Chapel, wo sich die Teilnehmenden die Ausstellung der Siegerentwürfe des Wettbewerbs anschauen konnten. Abbildung: Tobias Dittmer

Sieben Büros arbeiten weiter am Anderen Park

Für den Anderen Park haben die Stadt Heidelberg und die IBA Heidelberg ein zweistufiges Verfahren konzipiert. Die erste Stufe war im Juli 2017 beendet. Von 21 teilnehmenden Büros aus ganz Europa hatte eine Jury am 4. Juli 2017 sieben Arbeiten für die zweite Phase, eine Mehrfachbeauftragung, ausgewählt. Die sieben Büros, die ihre Entwürfe weiter ausarbeiten und verfeinern sollten waren Ecosistema Urbano aus Madrid, Studio Vulkan aus Zürich, Atelier LOIDL aus Berlin, LATZ+PARTNER aus Kranzberg, taktyk Landscape + Urbanism aus Brüssel, bbz Landschaftsarchitekten aus Berlin sowie Westpol Landschaftsarchitektur aus Basel.

Wettbewerbsausschreibung zum Anderen Park

Die Stadt Heidelberg lobte in Kooperation mit der IBA Heidelberg im März 2017 einen nicht offenen freiraumplanerischen und städtebaulichen Planungswettbewerb in Stufe 1 mit anschließender Mehrfachbeauftragung in Stufe 2 aus. 

Neben zehn von der Jury bereits gesetzten Teams konnten sich 20 weitere Teams für die Teilnahme an der Stufe 1 über eine Bewerbung qualifizieren.

Intensive Beteiligung für Aufgabenstellung zum Wettbewerb

Für die Aufgabenstellung des freiraumplanerischen Wettbewerbs zum Anderen Park ging die Stadt Heidelberg mit der IBA neue Wege: Ein Expertenkreis aus international renommierten Landschaftsarchitekt*innen, Stadtplaner*innen, Künstler*innen und Pädagog*innen hatte Kriterien für einen verbindenden Wissensfreiraum der Zukunft erarbeitet. Ein Arbeitskreis aus lokalen Anwohner*innen, Bürgervertreter*innen und künftigen Nutzer*innen formulierte Ziele und Wünsche für den Park. Das gemeinsame Ergebnis wurde der Öffentlichkeit im Februar 2017 in einem Bürgerforum vorgestellt und diskutiert. Die Diskussionen bildeten die Basis für die Auslobung eines internationalen, freiraumplanerischen Wettbewerbs.