IBA-Gespräch
»Die natürliche Stadt«

29. April 18–20 Uhr
30. April 15–19 Uhr

Ort

Online

Datum

29. – 30. April 2021

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Wie gestalten wir das urbane Morgen?

Städte zu entwickeln gilt in der europäischen Kulturgeschichte als Meilenstein der Zivilisation – in Abgrenzung zur Natur. Spätestens seit der Industrialisierung gab es immer wieder Ansätze zur Versöhnung dieser scheinbaren Gegensätze. Während die Gartenstädte noch der Funktionstrennung des Städtebaus der Moderne folgten, strebte die Ökologiebewegung der 1970er Jahre nach einer »urbanen Natur«. Heute, wo der Einfluss menschlichen Handelns auf nahezu alle geologischen und atmosphärischen Prozesse nicht mehr zu leugnen ist, ändert sich die Sicht auf unsere Städte. Statt verkehrlicher oder energetischer Effizienz gilt die Suche ganzheitlicheren Ansätzen. Das IBA_Gespräch »Die natürliche Stadt« stellt Perspektiven und konkrete Lösungsansätze für eine vielschichtige Nachhaltigkeit zur Diskussion.

Die Veranstaltung ist als Fortbildung bei der Architektenkammer Baden-Württemberg mit 4 Punkten angefragt. Bitte melden Sie sich für eine Teilnahmebestätigung über unten stehendes Formular an.

Weiterführende Informationen zum Zukunftsstadtteil »PHV« finden Sie auf der Website PHV verbindet, der IBA-Projektseite »PHVision« sowie im aktuellen IBA_MAGAZIN N°4
 
 

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Schauen Sie sich hier die Livestreams der beiden Konferenztage nachträglich an.

Die natürliche Stadt | Donnerstag, 29. April 2021

Die natürliche Stadt | Freitag, 30. April 2021

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PROGRAMM

Moderation: Carl Zillich | IBA Heidelberg

 

 
DONNERSTAG, 29. APRIL 2021

18–20 Uhr

 

KEYNOTE ▸ Stadt und Klima(wandel) - ein Drama in drei Dimensionen
Diego Rybski | Dr. | Potsdam Institut für Klimafolgenforschung und LUC LAB, UC Berkeley

 

Respondent*innen:

Raoul Schmidt-Lamontain | Bürgermeister für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität, Stadt Heidelberg
Undine Giseke | Prof. | TU Berlin und Kuratorium IBA Heidelberg
Martin Pehnt | Dr. | ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung, Heidelberg/Berlin

 

Abschließende Diskussion

 

FREITAG, 30. APRIL 2021

Block 1 | 15–17 Uhr | FLÄCHEN- UND BIODIVERSITÄT

 

IMPULS ▸ Flächenwende – Herausforderungen für die Stadt der Zukunft (Mobilität, Gebäude, Prozesse)
Peter Moser | Dr. | DBU – Deutsche Bundesstiftung Umwelt

 

PROJEKT ▸ Rewilding the City – Globale Trends, lokale Verantwortung
Dieter Grau | Ramboll Studio Dreiseitl

 

PROJEKT ▸ Stadt und Architektur als Ökosysteme denken
Ferdinand Ludwig | Prof. Dr. | TU München

 

Abschließende Diskussion

 

Block 2 | 17–19 Uhr | STOFFKREISLÄUFE UND ENERGIE

 

IMPULS ▸ Stadtlandschaft als Ressourcenlandschaft verstehen, entwickeln, gestalten
Antje Stokman | Prof. | HafenCity Universität Hamburg (HCU)

 

PROJEKT ▸ Die Pulsadern der Stadt: Weiterentwicklung unserer Energie-und Wärmesysteme für eine klimaneutrale Stadt
Michael Teigeler | Stadtwerke Heidelberg Energie GmbH

 

PROJEKT ▸ Sozial, ökologisch, gesund: Das Wohnhochhaus »Moringa« in der Hafencity Hamburg
Jasna Moritz | kadawittfeldarchitektur Aachen, Berlin, München

 

Abschließende Diskussion

Ansprechpartner*innen

 

Veranstaltungsleitung: Moritz Bellers
+49 6221 658 650 18  

 

Öffentlichkeitsarbeit: Angela Kratz
+49 6221 658 650 14  

Redner*innen und Abstracts

Diego Rybski | Dr.

Diego Rybski ist Wissenschaftler am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und stellvertretender Leiter der Gruppe Urbane Transformationen. Nach dem Studium der Physik, mit Aufenthalten in Lissabon und Tel Aviv, promovierte er 2006 an der JLU-Gießen. Anschließend war er zwei Jahre am City College of New York tätig, wo er begann Städte und Urbanisierung zu erforschen. Am PIK untersucht er Städte im Klimakontext und koordiniert das Impetus-Projekt (Climate Change Impacts on Migration and Urbanization), finanziert durch die Leibniz Gemeinschaft. Im Zuge des Feodor Lynen-Stipendiums der Alexander von Humboldt Stiftung forscht er seit 2019 an der University of California in Berkeley. 

 

Zur Keynote: Stadt und Klima(wandel) - ein Drama in drei Dimensionen

 

Abbildung: Mareike Schodder

Dieter Grau

Mit über 25 Jahren Erfahrung ist Dieter Grau ein anerkannter Designer und internationaler Experte für die Konzeption und Umsetzung von Themen, die sich mit zukunftsfähigen und lebenswerten Stadträumen befassen. Seine Vision ist es, Landschaftsarchitektur, Nachhaltigkeit, Infrastruktur und herausragendes Design zu einer Synergie zu vereinigen und umzusetzen, mit Fokus auf der Integration nachhaltiger Wasserkonzepte – vom Stadtmaßstab bis zum einzelnen Bauprojekt. Dieter Grau leitet das Ramboll Studio Dreiseitl als Executive Partner mit Büros in Überlingen, Hamburg und Asien. Er hält weltweit Vorträge, veröffentlicht regelmäßig in nationalen und internationalen Fachzeitschriften und ist Autor diverser Bücher wie z. B. »Waterscapes Innovation«. Im Rahmen der Weiterentwicklung der PHVision war er 2019 als einer der Autoren für die vertiefende Studie »Freiraum und produktive Stadtlandschaften« maßgeblich verantwortlich. 

 

Zum Abstract: Rewilding the City – Globale Trends, lokale Verantwortung

Undine Giseke | Prof.

Undine Giseke studierte Landschaftsplanung und Landschaftsarchitektur an der TU Berlin. Sie ist Mitinhaberin des Landschaftsplanungsbüros bgmr. Ihre Projekte umfassen z. B. den Campus der TU-Berlin am Landwehrkanal und wurden mehrfach ausgezeichnet. Sie setzt sich mit dem zeitgenössischen Phänomen der Landschaftsentwicklung national und international auseinander und spielt in der Konzeptionierung zeitgenössischer Landschaftskonzepte, beispielsweise in Form des urban gardening, eine maßgebliche Rolle. Seit 2003 leitet sie das Fachgebiet Landschaftsarchitektur und Freiraumplanung an der TU Berlin. Sie ist Mitglied verschiedener Fachbeiräte wie des vorbereitenden Beirats der IBA Heidelberg.

 

Abbildung: Christian Buck

Ferdinand Ludwig | Prof. Dr.

Ferdinand Ludwig studierte Architektur und promovierte mit dem Titel »Botanische Grundlagen der Baubotanik und deren Anwendung im Entwurf« an der Universität Stuttgart. 2007 begründete er dort am Institut Grundlagen moderner Architektur und Entwerfen das Forschungsgebiet Baubotanik, das er bis 2017 als wissenschaftlicher Mitarbeiter leitete. In der 2010 mit Daniel Schönle gegründeten Bürokooperation »ludwig.schönle: Baubotaniker –Architekten – Stadtplaner« bringt er diesen botanisch-konstruktiven Ansatz auf architektonischer, stadtplanerischer und landschaftsarchitektonischer Ebene zur Anwendung. Im Fokus seiner Forschung stehen architektonische Konzepte, bei denen Pflanzen eine zentrale Rolle spielen.

 

Zum Abstract: Stadt und Architektur als Ökosysteme denken

Jasna Moritz

Jasna Moritz studierte Architektur an der RWTH Aachen. Seit Ihrem Diplom im Jahr 1999 ist sie bei kadawittfeldarchitektur in Aachen tätig, wo sie 2011 Mitglied der Geschäftsleitung und 2016 Partnerin wurde. Sie verantwortet die strategisch-inhaltliche Begleitung diverser Projekte mit Schwerpunkt auf zukunftsfähigem Bauen. Dazu zählen das Nullenergiehaus NEW Blauhaus in Mönchengladbach, das C2C-inspirierte RAG Kreislaufhaus im UNESCO Welterbe Zollverein (DGNB Zertifikat Platin), das LVR-Haus in Köln (Zertifizierungsziel DGNB Platin; C2C-inspiriert; in Planung) und das Wohnhochhaus Moringa in der HafenCity (C2C-Prinzip, Zertifizierungsziel Umweltzeichen HCH Platin; in Planung). 

 

Zum Abstract: Sozial, ökologisch, gesund: Das Wohnhochhaus »Moringa« in der Hafencity Hamburg

 

Abbildung: Carl Brunn

Peter Moser | Dr.

Peter Moser ist Natur- und Politikwissenschaftler und hat zum Thema Kommunaler Klimaschutz promoviert. Er war Projektleiter im Bereich Urbane Landschaften des UFZ Umweltforschungszentrum Leipzig. Anschließend war er für die Universität Kassel zuständig für die Profilentwicklung im Umweltbereich. Dann leitete er den Bereich Nachhaltige Regionalentwicklung, Erneuerbare Energien, Kommunaler Klimaschutz beim deENet Kompetenznetzwerk dezentrale Energietechnologien in Kassel und war Bereichsleiter Nachhaltige Regionalentwicklung am Institut dezentrale Energietechnologien. Seit 2018 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter beim DBU Zentrum für Umweltkommunikation in Osnabrück. Seine Arbeitsschwerpunkte sind: Kommunaler Klimaschutz, Erneuerbare Energien, Wärmewende im Gebäudebereich, Nachhaltigkeit, Stadt- und Regionalentwicklung. 

 

Zum Abstract: Flächenwende – Herausforderungen für die Stadt der Zukunft (Mobilität, Gebäude, Prozesse)

Martin Pehnt | Dr.

Martin Pehnt ist wissenschaftlicher Geschäftsführer und Vorstand des ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg. Seit über 25 Jahren setzt er sich für eine klimaneutrale, gerechte und nachhaltige Energiewende mit erneuerbaren Energien ein. Pehnt studierte Physik, Energietechnik und -management in Tübingen, Boulder, Berlin und Stuttgart und forschte am National Renewable Energy Laboratory und am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. In zahlreichen Projekten für nationale und internationale Institutionen, Verbände und Unternehmen analysiert er energiepolitische Instrumente und Strategien für erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Er untersucht Technikfolgen, Ökobilanzen und energiewirtschaftliche Auswirkungen und begleitet Pilotprojekte. Pehnt lehrt an verschiedenen Hochschulen und ist in zahlreichen Beiräten, Genossenschaften und Gremien für die Energiewende aktiv. 

 

Abbildung: Christian Buck

Raoul Schmidt-Lamontain

Raoul Schmidt-Lamontain ist seit Oktober 2020 Bürgermeister für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität in Heidelberg. Damit sollen klimapolitische Maßnahmen in Zukunft noch wirksamer umgesetzt werden. Er studierte Architektur, Stadtplanung und Städtebau in Hannover und Cottbus, war von 2006-2010 Mitinhaber des Planungsbüros »Urban Argency« und danach Koordinator und Planer der Stadterneuerung in Hannover. Von 2015-2020 war Schmidt-Lamontain Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften sowie dritter Bürgermeister der Stadt Dresden.

 

Abbildung: Philipp Rothe

Antje Stokman | Prof.

Antje Stokman ist Landschaftsarchitektin und Professorin für Architektur und Landschaft an der HafenCity Universität Hamburg. In ihrer Forschung, Lehre und Praxis beschäftigt sie sich mit disziplinenübergreifenden Fragestellungen der Transformation von Agrarlandschaften, Gebäuden, Gewässern und Infrastrukturbauwerken zu lebenswerten Stadträumen mit dem Ziel, ökologische, infrastrukturelle, soziale und ästhetische Anforderungen zu integrieren. 2009 wurde sie für ihre Arbeiten mit dem Wissenschaftspreis des Landes Niedersachsen ausgezeichnet, 2010 erhielt sie den internationalen Topos Landscape Award. Ihre Projekte wurden im Rahmen von internationalen Ausstellungen (Internationale Architekturbiennale São Paulo 2009, Architekturbiennale Rotterdam 2014, Pinakothek der Moderne, München 2017) gezeigt. Sie ist Mitglied im Netzwerk Studio Urbane Landschaften sowie im Bund Deutscher Landschaftsarchitekten. 

 

Zum Abstract: Stadtlandschaft als Ressourcenlandschaft verstehen, entwickeln, gestalten 

Michael Teigeler

Michael Teigeler lernte und studierte Elektrotechnik und Betriebswirtschaftslehre, bevor er im Vertrieb eines Elektrogroßhandelsunternehmens seinen beruflichen Einstieg fand. 1998 wechselte er als Key Account Manager in die Energiewirtschaft bei den Stadtwerken Düsseldorf AG. 2001 bis 2008 war er Leiter des Key Account Management und Prokurist bei der Trianel Energie GmbH Aachen. Seit Ende 2008 ist Teigeler Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg Energie GmbH. Im Rahmen der Planungen zur PHVision waren die Stadtwerke Heidelberg maßgeblich an der Energiekonzeption für den neuen Stadtteil beteiligt. 

 

Zum Abstract: Die Pulsadern der Stadt: Weiterentwicklung unserer Energie-und Wärmesysteme für eine klimaneutrale Stadt

 

Abbildung: Alexander Grüber Fotografie

Carl Zillich

Carl Zillich ist Kuratorischer Leiter und Prokurist der IBA Heidelberg. Er studierte Architektur und Stadtplanung an der Universität Kassel und als DAAD-Stipendiat an der Columbia University, New York. Von 2002 bis 2008 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter für Architekturgeschichte und -theorie an der Universität Hannover, dann bis 2013 bei der Bundesstiftung Baukultur. Für viele Jahre war er in Berlin praktizierender Architekt (u. a. Sonderpreis des Landesbaupreises Mecklenburg-Vorpommern) und außerordentliches Mitglied im Bund Deutscher Architektinnen und Architekten BDA Berlin. Seit 2015 ist er berufenes Mitglied des Gestaltungsbeirats der Stadt Oldenburg. 2018/19 hatte er eine einjährige Gastprofessur für Stadtentwicklung und -management an der Universität Kassel inne. Carl Zillich ist international tätig als Juror, Redner und Moderator und veröffentlichte zahlreiche Publikationen zur zeitgenössischen Architektur und Baukultur.

 

Abbildung: Jochen Steinmetz

Weitere Veranstaltungen der Reihe

PROGRAMM 

Moderation: Michael Braum | Prof. | IBA Heidelberg

 

DONNERSTAG, 17. JUNI 2021

19–21 UHR

 

KEYNOTE ▸ 
Laura Weißmüller | Süddeutsche Zeitung

 

Respondent*innen
Jürgen Odszuck | Erster Bürgermeister, Dezernent für Stadtentwicklung und Bauen, Heidelberg
Volker Staab | Prof. | Staab Architekten, TU Braunschweig, Kuratorium IBA
Andreas Epple | Geschäftsführender Gesellschafter der Epple Unternehmensgruppe

 

Abschließende Diskussion

 

 

FREITAG, 18. JUNI 2021

Block 1 | 15–17 Uhr | FREIRÄUME UND STÄDTEBAU

IMPULS ▸ 
Jörn Walter | Oberbaudirektor a.D., Hamburg

 

PROJEKT ▸ Der Andere Park
Robin Winogrond | Studio Vulkan, Zürich/München

 

PROJEKT ▸
Anouk Kuitenbrouwer | KCAP, Zürich/Rotterdam/Shanghai

 

Abschließende Diskussion

 

Block 2 | 17–19 Uhr | ARCHITEKTUR

IMPULS ▸ 
Verena Konrad | Dr. | Vorarlberg Architektur Institut, Kuratorium IBA

 

PROJEKT ▸
Arno Lederer | Prof. | LRO Lederer Ragnarsdóttir Oei

 

PROJEKT ▸
Anne Kästle | Duplex Architekten, Zürich/Hamburg/Düsseldorf

 

Abschließende Diskussion

Die erfolgreiche Stadt
21./22. Oktober 2021

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