IBA-Gespräch
»Die schöne Stadt«

17. Juni 19–21 Uhr
18. Juni 15–19 Uhr

Ort

Online

Datum

17. – 18. Juni 2021

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Darf Stadt auch schön sein?

Sehnsucht, Einmaligkeit, regionale Besonderheiten: alles Begriffe, mit denen die Gegenwartsarchitektur zu oft zu wenig anzufangen weiß. Bauvorschriften engen den Entwurfsspielraum ein und leisten in entscheidender Weise ihren Beitrag an der allseits kritisierten Austauschbarkeit der Architekturen.

Muss die Ästhetik als eigenständiger Wert nicht beim Bauen neben der Wirtschaftlichkeit, der Gebrauchsfähigkeit und der Ökologie als »primus inter pares« fungieren? Sollten bei aller unbestreitbaren ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Verantwortung nicht auch zukünftige Generationen erleben dürfen, dass manche Aufgaben nichts anderes verlangen, als schön zu sein – so wie es Rudolf Schwarz in »Das Anliegen der Baukunst« bereits 1951 bei den Darmstädter Gesprächen formulierte? Das IBA_Gespräch »Die schöne Stadt« stellt Haltungen und Meinungen zur Rolle der Schönheit im Gleichgewicht des urbanen Morgen zur Diskussion.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Veranstaltung ist als Fortbildung bei der Architektenkammer Baden-Württemberg mit 3 Punkten angefragt. Bitte melden Sie sich für eine Teilnahmebestätigung über unten stehendes Formular an.

Weiterführende Informationen zum Zukunftsstadtteil »PHV« finden Sie auf der Website PHV verbindet, der IBA-Projektseite »PHVision« sowie im aktuellen IBA_MAGAZIN N°4.

Stream

Donnerstag, 17. Juni 2021

Die schöne Stadt

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PROGRAMM

Moderation: Michael Braum | Prof. | IBA Heidelberg

 

 
DONNERSTAG, 17. JUNI 2021

19–21 Uhr

 

KEYNOTE ▸ »It's nice, it's new, but it's not me« – am Ende der Aufklärung
Ursula Baus | Dr. | Marlowes Magazin, frei04 publizistik, Stuttgart

 

Respondent*innen:
Jürgen Odszuck | Erster Bürgermeister der Stadt Heidelberg
Volker Staab | Prof. | Staab Architekten, TU Braunschweig, Kuratorium IBA Heidelberg
Andreas Epple | Epple Unternehmensgruppe, Heidelberg

 

Abschließende Diskussion

 

FREITAG, 30. APRIL 2021

Block 1 | 15–17 Uhr | FREIRÄUME UND STÄDTEBAU

 

IMPULS ▸ Die Balance zwischen Einheit und Vielfalt – Anmerkungen zum Zusammenhang von ästhetischen und urbanistischen Zielen im Städtebau
Jörn Walter | Prof. | Oberbaudirektor a.D., Hamburg

 

PROJEKT ▸ Der Andere Park Heidelberg: »In search of geographical Re-enchantment«
Robin Winogrond | Studio Vulkan Landschaftsarchitektur, Zürich/München

 

PROJEKT ▸ PHVision Heidelberg: Entwurfsstrategien für eine multitalentierte Stadt
Anouk Kuitenbrouwer | KCAP, Zürich/Rotterdam/Shanghai

 

Abschließende Diskussion

 

Block 2 | 17–19 Uhr | ARCHITEKTUR

 

IMPULS ▸ 
Verena Konrad | Dr. | vai Vorarlberger Architektur Institut Dornbirn, Kuratorium IBA Heidelberg

 

PROJEKT ▸ Die schöne Stadt braucht schöne Häuser
Arno Lederer | Prof. | LRO Lederer Ragnarsdóttir Oei, Stuttgart

 

PROJEKT ▸ Urbane Ressourcen
Claudia Meixner | MEIXNER SCHLÜTER WENDT, Frankfurt

 

Abschließende Diskussion

Ansprechpartner*innen

 

Veranstaltungsleitung: Moritz Bellers
+49 6221 658 650 18  

 

Öffentlichkeitsarbeit: Angela Kratz
+49 6221 658 650 14  

Redner*innen und Abstracts

Ursula Baus | Dr.

Ursula Baus studierte zunächst Kunstgeschichte, Philosophie und Archäologie in Saarbrücken, dann Architektur in Stuttgart und Paris. Ihre Promotion erlangte sie am Institut für Architekturgeschichte der Universität Stuttgart. Bis 2004 war sie als Redakteurin und danach als freie Architekturpublizistin und -wissenschaftlerin tätig. 2004 gründete sie mit gleichgesonnenen Kolleg*innen die Partnerschaftsgesellschaft frei04 publizistik in Stuttgart. Als Lehrbeauftragte für Architekturkritik- und theorie in Stuttgart war sie bis 2010 auch immer auf der Suche nach jungen Talenten. Baus ist in diversen Gremien, Stiftungen und Kuratorien engagiert. U. a. war sie bis 2012 Beirätin der Bundesstiftung Baukultur, ist seit 2020 Vorsitzende im Stiftungsrat der Schelling Architekturstiftung, seit 2010 Kuratorin der IBA Basel 2020 sowie Prize Expert des Mies van der Rohe Award. Seit 2017 ist sie Mitherausgeberin von marlowes.de. Ursula Baus hält Vorträge in den Bereichen Theorie und Geschichte und ist in zahlreichen Diskussionen sowie Jurys vertreten. 

 

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Michael Braum | Prof.

Michael Braum ist geschäftsführender Direktor der IBA Heidelberg. Er studierte Stadtplanung und Städtebau in Berlin. Neben eigener Bürotätigkeit ist er seit 1998 Professor für Städtebau in Hannover. Von 2008 bis 2013 baute er die Bundesstiftung Baukultur auf, die er als Vorstandsvorsitzender leitete. Zudem ist er Mitglied im Bund Deutscher Architekten, der Deutschen Akademie für Stadt- und Landesplanung und im Berufsverband der Stadt- und Raumplaner.

 

Abbildung: Jochen Steinmetz

Andreas Epple

Andreas Epple ist Wohnungsbauunternehmer und Immobilien-Projektentwickler in Heidelberg. Während seines Jurastudiums gründete er 1984 sein eigenes Unternehmen. Heute leitet der Rechtsanwalt als geschäftsführender Gesellschafter die in Heidelberg ansässige EPPLE GmbH, die Wohnimmobilien in den Metropolregionen Rhein-Neckar, Stuttgart und Rhein-Main entwickelt und vermarktet. Im Interesse der städtebaulichen und architektonischen Qualität setzt EPPLE häufig auf Architektenwettbewerbe und achtet darauf, dass die Projekte gute Nachbarschaft stiften. »Projektentwicklung im Konsens« bestimmt die operative Arbeit. Das Unternehmen wurde vielfach für architektonische und soziale Qualität ausgezeichnet, im Jahre 2012 mit dem deutschen Bauherrenpreis. 2017 hat EPPLE als erstes Immobilienunternehmen in Deutschland eigene, projektbegleitende und hochkarätig besetzte Gestaltungsbeiräte berufen.

Verena Konrad | Dr.

Verena Konrad studierte Geschichte, Fachtheologie und Kunstgeschichte an der LFU Innsbruck. Den Titel Magistra der Philosophie erlangte sie im Fach Kunstgeschichte mit einer Arbeit über Max Bill und seine Möbelentwürfe, den Titel Doktorin der Philosophie mit der Arbeit »Raum und Negativität«. Sie war u.a. Kuratorin der Kunsthalle Wien und lehrte am Institut für Architekturtheorie und Baugeschichte Innsbruck. Seit 2013 ist sie Direktorin des Vorarlberger Architektur Instituts. 2018 war sie Kommissarin und Kuratorin des Österreichischen Beitrags zur Architekturbiennale in Venedig und wird 2020 als Jurymitglied bei den schweizerischen und österreichischen Beiträgen tätig sein.

Anouk Kuitenbrouwer

Anouk Kuitenbrouwer, Projektleitung PHVision, arbeitet seit 2006 bei KCAP und ist seit 2018 Partner. Sie hat an Architektur- und Stadtplanungsprojekten in der Schweiz, in Europa und seit 2016 in Südostasien gearbeitet sowie maßgeblich zum Aufbau des Schweizer Büros von KCAP beigetragen. Schwerpunkt ist die Leitung multi-disziplinare Entwurfsteams mit Fokus auf urbane Transformationsprojekte, Bahnhofsarealentwicklungen, Stadtentwicklung an Flughäfen, Innovationsquartiere und strategisches Masterplanning. Forschung ist ein wesentlicher Bestandteil von Anouks Arbeit und sie wird regelmässig als Expertin zu Workshops, Konferenzen und Jurys eingeladen.

 

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Abbildung: Boudewijn Bollmann

Claudia Meixner

Claudia Meixner ist Architektin und Gründungspartnerin im Büro MEIXNER SCHLÜTER WENDT in Frankfurt am Main. Das Büro realisiert Projekte unterschiedlichster Maßstäbe und Typologien, von Rauminstallationen bis zu Hochhäusern und städtebaulichen Entwicklungen. Allen Projekten liegt ein konzeptueller Ansatz zu Grunde, der jedes Projekt aus den vorgefundenen Ressourcen unterschiedlichster Art entwickelt. Für Ihre Arbeiten erhielt das Büro nationale und internationale Preise und Auszeichnungen, wie z.B. beim World Architecture Festival oder International Architecture Award. Ihre Arbeiten wurden zahlreich publiziert und ausgestellt, wie z.B. bei der Biennale in Venedig 2004, 2006 und 2012.
Claudia Meixner erhielt den Preis der Villa Massimo. Sie lehrte als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU-Darmstadt und als Gastprofessorin am KIT in Karlsruhe. Sie ist Mitglied verschiedener Fachbeiräte, wie dem Städtebaubeirat der Stadt Frankfurt und der Stiftung Städelschule für Baukultur.

 

Abbildung: Alexander Paul Englert

Arno Lederer

Arno Lederer war nach seinem Architekturstudium in Stuttgart und Wien Mitarbeiter in den Büros Ernst Gisel in Zürich und Berger Hauser Oed in Tübingen. Seit über 40 Jahren arbeitet er als selbständiger Architekt. Die Bauten und Wettbewerbsbeiträge des Büros Lederer Ragnarsdóttir Oei sind vielfach ausgezeichnet. Er war Professor an der Hochschule für Technik Stuttgart sowie an den Universitäten Karlsruhe und Stuttgart und ist als Mitglied in zahlreichen Beiräten tätig. 

 

Abbildung: Gabriela Neeb

Jürgen Odszuck

Jürgen Odszuck, geboren 1970, ist seit Oktober 2016 Erster Bürgermeister der Stadt Heidelberg. Er studierte Architektur an der TU München und Stadtentwicklungsmanagement am Asian Institute of Technology in Bangkok. Von 2010 bis 2016 war er Baudezernent und Erster Stadtrat in Kronberg im Taunus. Jürgen Odszuck ist Vorsitzender des IBA-Aufsichtsrats. 

Jörn Walter | Prof.

Jörn Walter war von 1999-2017 Oberbaudirektor der Freien und Hansestadt Hamburg und leitete davor von 1991-1999 das Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Dresden. Nach dem Studium der Raumplanung an der Universität Dortmund lehrte er später neben seiner hauptamtlichen Tätigkeit an den Technischen Universitäten in Wien und Dresden sowie der Hochschule für bildende Künste und der HafenCity Universität in Hamburg. Er ist Mitglied der Kunstakademien in Berlin, Sachsen und Hamburg, der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung und engagierte sich in vielen Gremien, u.a. beim Deutschen Städtetag und der Bundesstiftung Baukultur.

Robin Winogrond

Robin Winogrond, Landschaftsarchitektin und Urban Designerin, ist Mitgründerin von Studio Vulkan Landschaftsarchitektur in Zürich und war von 2014-2020 Partnerin des Büros. Während die Kollaboration mit Studio Vulkan fortläuft, arbeitet sie selbstständig an Projekten und Wettbewerben. Sie ist Jurymitglied, hält Vorträge, publiziert und unterrichtet  – aktuell an der Harvard University Graduate School of Design. Ihr gestalterisches Vorgehen widerspiegelt ihr interdisziplinäres Interesse, komplexe Phänomene der Stadt und Landschaft aus unterschiedlichen Perspektiven wahrzunehmen. Zentral dabei sind Atmosphäre, Imagination und Identität eines Ortes sowie die »soziale Aktivierung urbaner Räume«. Ihr Ziel ist, konkrete Orte von starkem Charakter und starker Identität zu schaffen.

 

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Volker Staab | Prof.

Volker Staab studierte Architektur an der ETH Zürich. Von 1985 bis 1990 war er Mitarbeiter im Büro »Bangert, Jansen, Scholz und Schultes« in Berlin. 1991 gründete er das Architekturbüro Volker Staab. Nach verschiedenen Professuren u. a. in Münster und Berlin lehrt und forscht er seit 2012 an der TU Braunschweig. Er ist Mitglied der Akademie der Künste Berlinsowie des Beirats der Bundesstiftung Baukultur. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt im Um- und Neubau von Museen und Bildungseinrichtungen, Forschungs- und Laborbauten, so u. a. für die Universitäten Augsburg, Darmstadt, Potsdam, Rostock, Heidelberg, der Humboldt-Universität zu Berlin sowie für das Fraunhofer- und Max-Planck-Institut.

Weitere Veranstaltungen der Reihe

Die erfolgreiche Stadt
21./22. Oktober 2021

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